{"id":275,"date":"2025-01-14T06:32:31","date_gmt":"2025-01-14T06:32:31","guid":{"rendered":"https:\/\/addictionawareness.de\/?p=275"},"modified":"2025-01-14T06:32:31","modified_gmt":"2025-01-14T06:32:31","slug":"day-59","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/addictionawareness.de\/?p=275","title":{"rendered":"Day 59"},"content":{"rendered":"\n<p>Es ist 07:15 Uhr. Ich habe heute meinen Workout ohne Gewichte gemacht und festgestellt, dass ich mein Knie nicht ganz so biegen kann, wie das linke. Andererseits tut es nicht weh und ich kann alle meine \u00dcbungen wie bisher machen. Auch werde ich beim Laufen wieder sicherer, habe heute bei 10 Grad Minus gr\u00f6\u00dfere Schritte gemacht, 5898 auf der selben Strecke wie gestern, ein paar hundert Schritte weniger. <\/p>\n\n\n\n<p>Ein Lob auf meine Schuhe. Ich habe bei einem gro\u00dfen deutschen Discounter drei Paar Schuhe gekauft. Ein Paar Trecking-Boots, die ich auf meinen Mega-Strecken getragen habe. Softshell-Schuhe, die mir im Puder-Schnee und im Wald gute Dienste geleistet habe und ein Paar Winter-Jogging-Schuhe mit gutem Profil, die ich die letzten Tage trage. Sie sind ein besser water-proofed und haben ein gutes Trecking-Profil, sch\u00fctzen jedoch nicht vor vereisten Gehwegen. Jedes Paar hat 17.99 Euro gekostet. Also meine Aktion hat trotz des Winters nicht viel Geld verschlungen, weil die Kleidung ja vorhanden ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Aber jetzt zur\u00fcck zur Politik und zur SPD. Mensch Olaf, Du machst keine gute Figur bei den kleinen Verb\u00e4nden. Deine Jokes sind lame, Du umgehst wie immer Cum-ex. Von daher werde ich nicht die SPD w\u00e4hlen, obwohl wir das in meiner Familie seit jeher tun und ich in den vergangenen Jahren immer die SPD gew\u00e4hlt habe, weil ich taktisch w\u00e4hle und in der gro\u00dfen Koalition immer die SPD st\u00e4rken wollte. Und ich war super excited, als die Ampel anfing. Danke Christian, das hast vor allem Du verbockt. Die SPD hat von allen deutschen Parteien die reichhaltigste Vergangenheit. Das habe ich auf Wikipedia gefunden:<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\" id=\"1863_bis_1914:_Gr\u00fcndung,_Sozialistengesetze\">1863 bis 1914: Gr\u00fcndung, Sozialistengesetze<\/h4>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Die SPD hat mehrere in Betracht kommende Gr\u00fcndungsdaten. Sie selbst beruft sich auf die Gr\u00fcndung des&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Allgemeiner_Deutscher_Arbeiterverein\">Allgemeinen Deutschen Arbeitervereins<\/a>&nbsp;(ADAV) durch&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ferdinand_Lassalle\">Ferdinand Lassalle<\/a>, die am 23.&nbsp;Mai 1863 im&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Leipzig\">Leipziger<\/a>&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Pantheon_(Versammlungslokal)\">Pantheon<\/a>&nbsp;stattfand. Der ADAV wurde von 1871 bis 1875 von&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Wilhelm_Hasenclever\">Wilhelm Hasenclever<\/a>&nbsp;gef\u00fchrt. Seit 1869 gab es die von&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/August_Bebel\">August Bebel<\/a>&nbsp;und&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Wilhelm_Liebknecht\">Wilhelm Liebknecht<\/a>&nbsp;in&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Eisenach\">Eisenach<\/a>&nbsp;gegr\u00fcndete&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sozialdemokratische_Arbeiterpartei_(Deutschland)\">Sozialdemokratische Arbeiterpartei<\/a>&nbsp;(SDAP). Oftmals wird das Jahr 1875 als das eigentliche Konstituierungsdatum genannt, als am Ende des Vereinigungsparteitages vom 22. bis 27.&nbsp;Mai in&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Gotha\">Gotha<\/a>&nbsp;sich der ADAV und die SDAP zur&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sozialistische_Arbeiterpartei_Deutschlands_(1875)\">Sozialistischen Arbeiterpartei Deutschlands<\/a>&nbsp;(SAP) zusammenschlossen.<\/p>\n\n\n\n<p>Das&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sozialistengesetz\">Sozialistengesetz<\/a>&nbsp;von 1878 hatte das Ziel, die Sozialdemokratie als politische Kraft auszuschalten und dr\u00e4ngte die SAP f\u00fcr zw\u00f6lf Jahre faktisch in die Illegalit\u00e4t.<\/p>\n\n\n\n<p>Ab 1883 bestand mit&nbsp;<em><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Die_Neue_Zeit_(Revue)\">Die Neue Zeit<\/a><\/em>&nbsp;eine Theoriezeitschrift der Partei, die zun\u00e4chst verdeckt herausgegeben wurde. Die von&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Karl_Kautsky\">Karl Kautsky<\/a>&nbsp;gegr\u00fcndete Publikation sollte sp\u00e4ter Schauplatz der wichtigsten theoretischen Debatten des&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sozialismus\">Sozialismus<\/a>&nbsp;und&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Marxismus\">Marxismus<\/a>&nbsp;(<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Revisionismus\">Revisionismusstreit<\/a>) und weltweit stark beachtet werden. Die Einstellung erfolgte 1923.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach dem Au\u00dferkrafttreten des Sozialistengesetzes im Herbst 1890 \u00e4nderte die Partei ihren Namen in \u201eSozialdemokratische Partei Deutschlands\u201c. Ein Jahr sp\u00e4ter verabschiedete sie auf ihrem&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Erfurter_Parteitag\">Parteitag in Erfurt<\/a>&nbsp;das gleichnamige Programm. Die von&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Karl_Kautsky\">Karl Kautsky<\/a>&nbsp;und&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Eduard_Bernstein\">Eduard Bernstein<\/a>&nbsp;entworfenen Leitlinien lehnten den Reformismus ab und n\u00e4herten sich wieder st\u00e4rker an den Marxismus an.<\/p>\n\n\n\n<p>Die fr\u00fche SPD stand den&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Gewerkschaft\">Gewerkschaften<\/a>&nbsp;nahe und war ideologisch wie die meisten sozialistischen und sozialdemokratischen Parteien Europas im 19.&nbsp;Jahrhundert am revolution\u00e4ren&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Marxismus\">Marxismus<\/a>&nbsp;ausgerichtet. Ende des 19.\/Anfang des 20.&nbsp;Jahrhunderts stellte&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Eduard_Bernstein\">Eduard Bernstein<\/a>&nbsp;seine&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Revisionismus\">Revisionismustheorie<\/a>&nbsp;dem noch mehrheitlich&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Revolution\">revolution\u00e4r<\/a>&nbsp;gesinnten Lager der SPD entgegen. Die Revisionismustheorie setzte sich sp\u00e4testens nach dem&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Erster_Weltkrieg\">Ersten Weltkrieg<\/a>&nbsp;in der Partei durch. Im Wesentlichen beinhaltet diese Theorie die angestrebte sozialistische Umwandlung der Gesellschaft durch&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Reform\">Reformen<\/a>&nbsp;nach einer demokratisch legitimierten&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Regierung\">Regierungs\u00fcbernahme<\/a>&nbsp;durch Wahlen.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine \u00e4hnliche grundlegende Auseinandersetzung war die&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Massenstreikdebatte\">Massenstreikdebatte<\/a>, welche vor allem unter dem Eindruck europ\u00e4ischer Streikbewegungen, insbesondere der russischen Revolution von 1905, entbrannte. Hier setzte sich der linke Fl\u00fcgel um Rosa Luxemburg und teilweise der revisionistische mit den reformistischen Gewerkschaften um die Frage auseinander, ob ein Streik als politisches Kampfmittel auch jenseits des Kampfes um Verbesserung der Arbeitsbedingungen angewandt werden kann. Die Debatte wurde formal 1906 mit dem Einknicken vor den Gewerkschaften im&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Massenstreikdebatte\">Mannheimer Abkommen<\/a>&nbsp;beendet.<\/p>\n\n\n\n<p>Die historischen Auseinandersetzungen um die Sozialdemokraten (Verfolgung, Repressionen vor allem unter der Reichskanzlerschaft&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Otto_von_Bismarck\">Otto von Bismarcks<\/a>&nbsp;\u2013 siehe&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sozialistengesetz\">Sozialistengesetz<\/a>) f\u00fchrten dazu, dass die Parteistruktur der SPD sich am intensivsten entwickelte und hohe Effizienz erlangte. Der riesigen Bev\u00f6lkerungsgruppe der Arbeiter wohnte durch ihre kritische soziale Lage ein hohes politisches Potenzial inne. So wurde die SPD bald zur damals mitgliederst\u00e4rksten Partei in Deutschland. Der Staat empfand das als Bedrohung. So forderte&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Generalfeldmarschall\">Generalfeldmarschall<\/a>&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Alfred_von_Waldersee\">Alfred Graf von Waldersee<\/a>, der sich als \u201epolitischer Offizier\u201c einen Namen gemacht hatte und ein reaktion\u00e4rer Vertreter der Staatsmacht war, ein gewaltsames Vorgehen der Staatsgewalt gegen die Sozialdemokraten. Oder die&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Preu%C3%9Fisch-Hessische_Eisenbahngemeinschaft\">K\u00f6niglich Preu\u00dfische und Gro\u00dfherzoglich Hessische Eisenbahn<\/a>&nbsp;warnte in ihrem Amtsblatt vor sozialdemokratischen Flugbl\u00e4ttern.<sup><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sozialdemokratische_Partei_Deutschlands#cite_note-49\">[49]<\/a><\/sup><\/p>\n\n\n\n<p>Die SPD gewann \u2013 unter anderem wegen ihrer Gewerkschaftsn\u00e4he \u2013 trotz Verfolgung und Unterdr\u00fcckung w\u00e4hrend der&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Otto_von_Bismarck\">Bismarck-\u00c4ra<\/a>&nbsp;immer mehr an Einfluss bei den&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Arbeiter\">Arbeitern<\/a>&nbsp;und deshalb auch im&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Reichstag_(Deutsches_Kaiserreich)\">Reichstag<\/a>. Im Jahr 1890&nbsp;\u2013 unmittelbar nach der Aufhebung des Sozialistengesetzes&nbsp;\u2013 kam die Partei schon auf 19,8&nbsp;% der Stimmen und war damit erstmals die w\u00e4hlerst\u00e4rkste Partei im Reich. 1912 l\u00f6ste sie mit 34,8&nbsp;% (110 Abgeordneten) das&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Deutsche_Zentrumspartei\">Zentrum<\/a>&nbsp;als st\u00e4rkste Fraktion im Reichstag ab. Nach dem Tode Bebels 1913, der als Integrationsfigur und Vermittler zwischen dem revolution\u00e4ren und dem reformistischen Fl\u00fcgel der SPD galt, \u00fcbernahm der deutlich gem\u00e4\u00dfigte&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Friedrich_Ebert\">Friedrich Ebert<\/a>&nbsp;die F\u00fchrung der Partei, die er sich mit&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Hugo_Haase\">Hugo Haase<\/a>&nbsp;teilte.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\" id=\"1914_bis_1919:_Erster_Weltkrieg,_Spaltung,_Novemberrevolution\">1914 bis 1919: Erster Weltkrieg, Spaltung, Novemberrevolution<\/h4>\n\n\n\n<p>Nachdem zuerst die SPD Gro\u00dfdemonstrationen gegen einen drohenden Krieg veranstalten und ihre internationalen Kontakte zur Vermittlung nutzen wollte, stimmte die SPD-Reichstagsfraktion der Gew\u00e4hrung von&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kriegsanleihe\">Kriegsanleihen<\/a>&nbsp;f\u00fcr den&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Erster_Weltkrieg\">Ersten Weltkrieg<\/a>&nbsp;letztendlich zu, da sich in der SPD die Auffassung verbreitete, dass ein Krieg unvermeidbar sei. Einzig&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Karl_Liebknecht\">Karl Liebknecht<\/a>&nbsp;(Sohn&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Wilhelm_Liebknecht\">Wilhelm Liebknechts<\/a>), der seit 1912 f\u00fcr die SPD mit im Reichstag sa\u00df, stimmte im Dezember 1914 gegen die Kredite, nachdem er der ersten Abstimmung dar\u00fcber aus Gr\u00fcnden der Parteiraison ferngeblieben war. 1915 folgte ihm&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Otto_R%C3%BChle_(Politiker,_1874)\">Otto R\u00fchle<\/a>. Nach einer Antikriegsdemonstration wurde Liebknecht 1916 verhaftet und zu Zuchthaus verurteilt, aus dem er erst unmittelbar vor Kriegsende wieder entlassen wurde. Viele Mitglieder der SPD waren wie der Parteivorsitzende&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Hugo_Haase\">Hugo Haase<\/a>&nbsp;im Verlauf des Krieges zunehmend mit der kriegsbilligenden Haltung ihrer Partei, der sogenannten&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Burgfriedenspolitik\">Burgfriedenspolitik<\/a>, nicht einverstanden und gr\u00fcndeten die&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Unabh%C3%A4ngige_Sozialdemokratische_Partei_Deutschlands\">USPD<\/a>&nbsp;(Unabh\u00e4ngige SPD).<\/p>\n\n\n\n<p>Der linksrevolution\u00e4re&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Spartakusbund\">Spartakusbund<\/a>, der 1916 unter Federf\u00fchrung von Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg nach dem Ausschluss Liebknechts und anderer aus der SPD als \u201eGruppe Internationale\u201c gegr\u00fcndet worden war und gegen den Krieg agitiert hatte, schloss sich ebenfalls der USPD an und bildete deren linken Fl\u00fcgel.<\/p>\n\n\n\n<p>Zur USPD wanderten nicht nur die linken \u201eAntirevisionisten\u201c um Rosa Luxemburg ab, sondern auch&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Karl_Kautsky\">Karl Kautsky<\/a>, der langj\u00e4hrige Herausgeber der Zeitschrift&nbsp;<em><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Die_Neue_Zeit_(Revue)\">Die Neue Zeit<\/a>,<\/em>&nbsp;sowie f\u00fchrende Theoretiker des Reformfl\u00fcgels wie der Vater des&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Revisionismus\">Revisionismus<\/a>,&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Eduard_Bernstein\">Eduard Bernstein<\/a>. In der verbliebenen \u201eMehrheits-SPD\u201c (<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Mehrheitssozialdemokratische_Partei_Deutschlands\">MSPD<\/a>) beeinflussten statt Kautsky und Bernstein ab 1915 die ehemaligen linken Antirevisionisten der&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Lensch-Cunow-Haenisch-Gruppe\">Lensch-Cunow-Haenisch-Gruppe<\/a>, die dem deutsch-russischen Publizisten&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Alexander_Parvus\">Alexander Parvus<\/a>&nbsp;nahestanden, die theoretischen Debatten. Ihr Ziel war es, den erhofften deutschen Sieg im Ersten Weltkrieg zur Durchsetzung der sozialistischen Gesellschaftsordnung in Europa und zur Befreiung der osteurop\u00e4ischen V\u00f6lker vom \u201eJoch des Zarismus\u201c zu nutzen.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Heinrich_Cunow\">Heinrich Cunow<\/a>, V\u00f6lkerkundler und Dozent an der Parteischule der SPD, l\u00f6ste 1917 Kautsky als Herausgeber der&nbsp;<em>Neuen Zeit<\/em>&nbsp;ab. Er sollte sp\u00e4ter Mitautor des G\u00f6rlitzer und Heidelberger Programms der SPD werden.&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Konrad_Haenisch\">Konrad Haenisch<\/a>&nbsp;war nach 1918 zun\u00e4chst preu\u00dfischer Kultusminister, dann Regierungspr\u00e4sident in Wiesbaden und schlie\u00dflich einer der Begr\u00fcnder des&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Reichsbanner_Schwarz-Rot-Gold\">Reichsbanners Schwarz-Rot-Gold<\/a>, eines von der SPD dominierten \u00fcberparteilichen B\u00fcndnisses parlamentarisch-demokratischen Parteien zum Schutz der Weimarer Republik gegen ihre Feinde an den politischen R\u00e4ndern. Als vielen Sozialdemokraten ab 1917 bewusst wurde, dass der Krieg in eine Niederlage f\u00fchrt, schwand der Einfluss der Gruppe.<\/p>\n\n\n\n<p>Zum Ende des Ersten Weltkrieges, als die milit\u00e4rische F\u00fchrung des Kaiserreichs die deutsche Niederlage schon einger\u00e4umt hatte, kam es 1918 im Anschluss an die&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Meuterei\">Meuterei<\/a>&nbsp;der Matrosen in&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Wilhelmshaven\">Wilhelmshaven<\/a>&nbsp;und&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kiel\">Kiel<\/a>&nbsp;zur&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Novemberrevolution\">Novemberrevolution<\/a>, in deren Folge der Kaiser abdankte und nach Holland floh. Die MSPD unter&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Friedrich_Ebert\">Friedrich Ebert<\/a>, dem im Zuge der revolution\u00e4ren Ereignisse die Regierung von Prinz&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Maximilian_von_Baden\">Maximilian von Baden<\/a>&nbsp;\u00fcbergeben worden war, gab mehr dem Druck der Ereignisse nach, als dass sie auf eine Regierungs\u00fcbernahme vorbereitet gewesen w\u00e4re. \u00dcberlegungen Eberts, auf eine Abschaffung der Monarchie zun\u00e4chst zu verzichten, um einen B\u00fcrgerkrieg zu verhindern, erwiesen sich als illusorisch.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Spartakusbund und Teile der USPD verfochten die Bildung einer&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/R%C3%A4terepublik\">R\u00e4terepublik<\/a>, wie sie ein Jahr zuvor bei der&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Oktoberrevolution\">Oktoberrevolution<\/a>&nbsp;in Russland durchgesetzt worden war. Doch von den die Revolution tragenden aktiven revolution\u00e4ren Soldaten- und Arbeiterr\u00e4ten hatte nur eine Minderheit das Vorbild des erfolgreichen Umsturzes der russischen&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bolschewiki\">Bolschewiki<\/a>&nbsp;im Auge. Sie strebten mehrheitlich vor allem ein Ende des Krieges und der Milit\u00e4rherrschaft an. Mit diesem Ziel stellten sie sich zuerst hinter die SPD-F\u00fchrung, der sie vertrauten, und forderten die Wiedervereinigung der Mehrheits-SPD mit der unabh\u00e4ngigen SPD. Die SPD-F\u00fchrung bot daraufhin der USPD die Bildung eines&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Rat_der_Volksbeauftragten\">Rates der Volksbeauftragten<\/a>&nbsp;als neuer Regierung an. Diese parit\u00e4tisch mit MSPD- und USPD-Mitgliedern besetzte Revolutionsregierung unter der F\u00fchrung von Ebert und Haase verstand sich als Provisorium f\u00fcr die revolution\u00e4re Umbruchphase und legte sich auf eine aus baldigen allgemeinen Wahlen hervorgehende Nationalversammlung als verfassungsgebendes Organ fest.<\/p>\n\n\n\n<p>Schon Ende 1918 scheiterte die Koalition zwischen MSPD und USPD am Streit um den Einsatz von Milit\u00e4r gegen die Matrosen der&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Volksmarinedivision\">Volksmarinedivision<\/a>&nbsp;in Berlin. Die nun allein die Regierung stellende MSPD empfand das eigenm\u00e4chtige Vorgehen einzelner R\u00e4te als Verrat an den demokratischen Prinzipien der Arbeiterbewegung. Versuche, eine demokratische Volkswehr aufzubauen oder mehrheitssozialdemokratischen Freiwilligenverb\u00e4nden eine Chance zu geben, scheiterten. Als w\u00e4hrend des&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Spartakusaufstand\">Spartakusaufstandes<\/a>&nbsp;im Januar 1919 die Volksbeauftragtenregierung angegriffen wurde, fiel die Entscheidung, dem Milit\u00e4r der alten Offiziere und den neuen&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Freikorps\">Freikorpsf\u00fchrern<\/a>&nbsp;zu vertrauen.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit der blutigen Niederschlagung des Spartakusaufstandes und der&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/M%C3%BCnchner_R%C3%A4terepublik\">M\u00fcnchner R\u00e4terepublik<\/a>&nbsp;durch von&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Gustav_Noske\">Gustav Noske<\/a>&nbsp;um den Jahreswechsel 1918\/19 rekrutierte rechtsnationalistische&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Freikorps\">Freikorps<\/a>&nbsp;bis Mitte 1919 setzten sich die Mehrheitssozialdemokraten durch. Dabei erhielt der sp\u00e4tere erste&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Reichswehrministerium\">Reichswehrminister<\/a>&nbsp;der Weimarer Republik Gustav Noske den Beinamen \u201eBluthund\u201c, den er sich im Grunde selber gab, als er bei der Anforderung, die Revolution niederzuschlagen, sagte: \u201eEiner muss den Bluthund abgeben\u201c. Unter seiner politischen Verantwortung standen zahlreiche Morde, die von den Freikorps an vielen bekannten und unbekannten auch vermeintlichen Revolution\u00e4ren begangen wurden, darunter der Mord an&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Rosa_Luxemburg\">Rosa Luxemburg<\/a>&nbsp;und&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Karl_Liebknecht\">Karl Liebknecht<\/a>&nbsp;am 15.&nbsp;Januar 1919, ausgef\u00fchrt von Freikorpssoldaten unter F\u00fchrung von&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Waldemar_Pabst\">Waldemar Pabst<\/a>.<sup><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sozialdemokratische_Partei_Deutschlands#cite_note-51\">[51]<\/a><\/sup><\/p>\n\n\n\n<p>Die Rolle Eberts, Noskes und&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Philipp_Scheidemann\">Scheidemanns<\/a>&nbsp;w\u00e4hrend der Monate der Novemberrevolution und ihrer Niederschlagung f\u00fchrte bis in die Gegenwart zum historischen Vorwurf verschiedener parlamentarisch und vor allem&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Au%C3%9Ferparlamentarische_Opposition\">au\u00dferparlamentarisch<\/a>&nbsp;aktiver&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Politische_Linke\">linker<\/a>&nbsp;Gruppen und Parteien an die SPD, die Revolution und damit zu einem gro\u00dfen Teil gerade ihre eigenen Anh\u00e4nger verraten zu haben. Aus dem Spartakusbund und weiteren linksrevolution\u00e4ren Gruppierungen wurde bis zum 1.&nbsp;Januar 1919 die&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kommunistische_Partei_Deutschlands\">Kommunistische Partei Deutschlands<\/a>&nbsp;(KPD) gegr\u00fcndet. Damit war es zur endg\u00fcltigen Trennung zwischen dem revolution\u00e4ren und reformistischen Fl\u00fcgel der Sozialdemokratie gekommen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die zun\u00e4chst noch relativ einflussreiche USPD, die bei der&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Reichstagswahl_1920\">Reichstagswahl 1920<\/a>&nbsp;in Anerkennung ihres Beitrags zum Widerstand gegen den&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kapp-Putsch\">Kapp-Putsch<\/a>&nbsp;noch 17,9&nbsp;% der W\u00e4hlerstimmen erreichen konnte, schloss sich wenige Monate nach dieser Wahl mit ihrem starken linksrevolution\u00e4ren Fl\u00fcgel der KPD an (\u2192&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Vereinigte_Kommunistische_Partei_Deutschlands\">VKPD<\/a>) und wurde in den Folgejahren zwischen der KPD und der SPD weiter zerrieben. Sie spielte nach 1922, als nach einer weiteren Parteispaltung ein gro\u00dfer Teil der USPD in die SPD zur\u00fcckgekehrt war, bis zu ihrem Aufgehen in der 1931 gegr\u00fcndeten&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sozialistische_Arbeiterpartei_Deutschlands_(1931)\">SAP<\/a>&nbsp;nur mehr eine marginale Rolle als&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kleinpartei\">Kleinpartei<\/a>&nbsp;in der Weimarer Republik.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"1919_bis_1933:_Weimarer_Republik\">1919 bis 1933: Weimarer Republik<\/h3>\n\n\n\n<p>In der jungen&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Weimarer_Republik\">Weimarer Republik<\/a>&nbsp;stellte die SPD von 1919 bis 1925 mit Friedrich Ebert den&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Reichspr%C3%A4sident\">Reichspr\u00e4sidenten<\/a>&nbsp;und war bis 1920 in allen&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Reichsregierung\">Reichsregierungen<\/a>&nbsp;(<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Friedrich_Ebert\">Friedrich Ebert<\/a>,&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Philipp_Scheidemann\">Philipp Scheidemann<\/a>,&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Gustav_Bauer\">Gustav Bauer<\/a>,&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Hermann_M%C3%BCller_(Reichskanzler)\">Hermann M\u00fcller<\/a>) vertreten. Am 24. September 1922 erfolgte auf dem Vereinigungsparteitag in N\u00fcrnberg die Wiedervereinigung mit dem \u00fcberwiegenden Teil der USPD; bis einschlie\u00dflich 1924 nahm die Partei unter dem K\u00fcrzel VSPD&nbsp;<em>(Vereinigte Sozialdemokratische Partei Deutschlands)<\/em>&nbsp;an Wahlen teil. Fortan beteiligte sich die SPD nur noch an wenigen Reichsregierungen, zuletzt 1928 bis 1930 am&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kabinett_M%C3%BCller_II\">Kabinett M\u00fcller II<\/a>&nbsp;(<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Gro%C3%9Fe_Koalition\">Gro\u00dfe Koalition<\/a>) unter&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Reichskanzler\">Reichskanzler<\/a>&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Hermann_M%C3%BCller_(Reichskanzler)\">Hermann M\u00fcller<\/a>, w\u00e4hrend sie in&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Preu%C3%9Fen\">Preu\u00dfen<\/a>&nbsp;mit&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Otto_Braun\">Otto Braun<\/a>&nbsp;von 1920 bis 1932 fast durchgehend den Ministerpr\u00e4sidenten stellte.<\/p>\n\n\n\n<p>Die SPD versuchte als \u201ekonstruktive&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Opposition_(Politik)\">Opposition<\/a>\u201c ihren Einfluss auf die Reichspolitik zu wahren, da sie f\u00fcrchtete, durch h\u00e4ufige Regierungsbeteiligungen noch mehr entt\u00e4uschte Arbeiter-W\u00e4hler an die KPD zu verlieren. Ihre soziale Basis w\u00e4hrend der&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Weimarer_Republik\">Weimarer Republik<\/a>&nbsp;stellten vor allem die gewerkschaftlich organisierten Facharbeiter dar.<\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend des Aufstiegs der&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Nationalsozialistische_Deutsche_Arbeiterpartei\">NSDAP<\/a>&nbsp;konnte die SPD zwar ihren W\u00e4hlerstamm halten, den Stimmengewinnen der Nationalsozialisten, die zu einem Gutteil aus dem Nicht- und Jungw\u00e4hlerreservoir kamen, hatte sie allerdings wenig entgegenzusetzen. Aufgrund ihrer organisatorischen Verkrustung, der Unm\u00f6glichkeit einer Zusammenarbeit mit der KPD, von der die SPD als&nbsp;<em>\u201esozialfaschistisch\u201c<\/em>&nbsp;bezeichnet wurde, und&nbsp;\u2013 mit Ausnahme des Zentrums&nbsp;\u2013 der Marginalisierung der b\u00fcrgerlichen Parteien fand sie f\u00fcr den Widerstand gegen den heraufziehenden Nationalsozialismus keine B\u00fcndnispartner.<\/p>\n\n\n\n<p>Die&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Minderheitsregierung\">Tolerierungspolitik<\/a>&nbsp;der SPD-Reichstagsfraktion gegen\u00fcber der Regierung&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Heinrich_Br%C3%BCning\">Br\u00fcning<\/a>&nbsp;1930 bis 1932 f\u00fchrte vor allem bei Teilen der Parteijugend und beim linken Parteifl\u00fcgel zu anwachsender Kritik an Partei- und Fraktionsf\u00fchrung und m\u00fcndete 1931 in der Abspaltung eines Teils der Parteilinken, welche sich als&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sozialistische_Arbeiterpartei_Deutschlands_(1931)\">Sozialistische Arbeiterpartei Deutschlands<\/a>&nbsp;(SAP) formierte.<\/p>\n\n\n\n<p>1932 wurde die SPD durch den \u201e<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Preu%C3%9Fenschlag\">Preu\u00dfenschlag<\/a>\u201c ihrer letzten Bastion beraubt.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"1933_bis_1945:_Nationalsozialismus_und_Zweiter_Weltkrieg\">1933 bis 1945: Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg<\/h3>\n\n\n\n<p>Am 22.&nbsp;M\u00e4rz 1933&nbsp;\u2013 wenige Wochen nach seiner Amts\u00fcbernahme als Reichskanzler des Deutschen Reiches&nbsp;\u2013 stellte Adolf Hitler sein&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Erm%C3%A4chtigungsgesetz\">Erm\u00e4chtigungsgesetz<\/a>, das den wichtigsten Schritt der Nationalsozialisten bei der&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Machtergreifung\">Abschaffung des demokratischen Rechtsstaats<\/a>&nbsp;auf formal legalem Wege darstellte, dem Reichstag vor. Diesen entscheidenden Schlag gegen die Verfassung und somit den Schritt zur Ausschaltung des Reichstages erkannte auch der SPD-Vorsitzende&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Otto_Wels\">Otto Wels<\/a>. Dieser kritisierte Hitler scharf und warf ihm Verfassungsbruch vor. Trotz des Wahlterrors durch die SA entschieden sich die 94 anwesenden SPD-Abgeordneten, die nicht verhaftet oder geflohen waren, geschlossen gegen die Gesetzesvorlage. Die restlichen anwesenden 444 Parlamentarier stimmten zu. Zwar wahrten die Neinstimmen der SPD die Ehre der demokratischen Parteien durch den pers\u00f6nlichen Mut Weniger, da aber alle b\u00fcrgerlichen Parteien diesem Gesetz zustimmten, konnte Hitler sein Ziel erreichen und die Parteien auch formell aus der Legislative entfernen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Sozialdemokraten geh\u00f6rten w\u00e4hrend der&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Zeit_des_Nationalsozialismus\">Zeit des Nationalsozialismus<\/a>&nbsp;zu den ersten Gruppierungen, die von den Nationalsozialisten verfolgt wurden. Nachdem die Einrichtungen der Partei bereits beschlagnahmt waren und ein gro\u00dfer Teil des Parteivorstandes emigriert war, stimmte am 17.&nbsp;Mai 1933 eine Rumpfgruppe der SPD-Reichstagsfraktion unter dem Eindruck von Morddrohungen f\u00fcr die au\u00dfenpolitische Erkl\u00e4rung&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Adolf_Hitler\">Adolf Hitlers<\/a>. Aufgrund des Aufrufs der SPD-Leitung zum Sturz des nationalsozialistischen Regimes verbot Reichsinnenminister Wilhelm Frick die SPD am 22.&nbsp;Juni 1933 als \u201evolks- und staatsfeindliche Organisation\u201c; in den darauf folgenden Tagen l\u00f6sten sich alle anderen Parteien mit Ausnahme der NSDAP selbst auf. Am 7.&nbsp;Juli hob die \u201eVerordnung zur Sicherung der Staatsf\u00fchrung\u201c des Reichsinnenministers&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Wilhelm_Frick#Mitwirkung_bei_der_Gleichschaltung\">Frick<\/a>&nbsp;s\u00e4mtliche SPD-Abgeordnetenmandate im Reichstag, in den Landtagen und Gemeindeparlamenten auf,<sup><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sozialdemokratische_Partei_Deutschlands#cite_note-53\">[53]<\/a><\/sup>&nbsp;am 14.&nbsp;Juli schlie\u00dflich folgte das&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Gesetz_gegen_die_Neubildung_von_Parteien\">Gesetz gegen die Neubildung von Parteien<\/a>.<sup><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sozialdemokratische_Partei_Deutschlands#cite_note-54\">[54]<\/a><\/sup><\/p>\n\n\n\n<p>Gegen einzelne SPD-Mitglieder wurde ein Berufsverbot erlassen, das Verm\u00f6gen der Partei wurde beschlagnahmt. Zahlreiche Sozialdemokraten wurden in der Folgezeit in \u201e<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Schutzhaft\">Schutzhaft<\/a>\u201c genommen oder verschleppt. Viele Mitglieder, die nicht ins Exil fl\u00fcchten konnten oder wollten, starben in&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Konzentrationslager\">Konzentrationslagern<\/a>&nbsp;und&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Zuchthaus\">Zuchth\u00e4usern<\/a>. Eine Minderheit der Mitglieder der SPD leistete, teilweise als Mitglieder illegal weitergef\u00fchrter Partei- oder&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Reichsbanner_Schwarz-Rot-Gold\">Reichsbannerstrukturen<\/a>, teilweise in sich kritisch vom Parteivorstand abgrenzenden Gruppen wie&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Neu_Beginnen\">Neu Beginnen<\/a>, den&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Revolution%C3%A4re_Sozialisten_Deutschlands\">Revolution\u00e4ren Sozialisten Deutschlands<\/a>, der&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sozialistische_Front\">Sozialistischen Front<\/a>&nbsp;oder dem&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Roter_Sto%C3%9Ftrupp\">Roten Sto\u00dftrupp<\/a>&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Widerstand_gegen_den_Nationalsozialismus\">Widerstand gegen das NS-Regime<\/a>. Einzelne bekannte SPD-Mitglieder wie&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Julius_Leber\">Julius Leber<\/a>,&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Adolf_Reichwein\">Adolf Reichwein<\/a>&nbsp;oder&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Wilhelm_Leuschner\">Wilhelm Leuschner<\/a>&nbsp;waren an den Planungen, die zum&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Attentat_vom_20._Juli_1944\">Aufstandsversuch am 20.&nbsp;Juli 1944<\/a>&nbsp;f\u00fchrten, beteiligt oder geh\u00f6rten dem&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kreisauer_Kreis\">Kreisauer Kreis<\/a>&nbsp;an. Das Gros der Parteimitglieder blieb gegen\u00fcber der&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Nationalsozialismus\">nationalsozialistischen Ideologie<\/a>&nbsp;resistent und bewahrte einen Zusammenhalt untereinander, war aber nicht an direkten Widerstandsaktivit\u00e4ten beteiligt. Die Exilorganisation&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sopade\">SoPaDe<\/a>&nbsp;wurde in Prag gegr\u00fcndet und verlegte ihren Sitz sp\u00e4ter nach Paris, danach nach London.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"1945_bis_1949:_Nachkriegszeit\">1945 bis 1949: Nachkriegszeit<\/h3>\n\n\n\n<p>Nach dem Krieg begann der Wiederaufbau der Partei mit der Gr\u00fcndung eines&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Zentralausschuss_der_SPD\">Zentralausschusses<\/a>&nbsp;am 15.&nbsp;Juni 1945 in&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Berlin\">Berlin<\/a>&nbsp;und \u00f6rtlichen Initiativen in allen Landesteilen. Vorsitzender des Zentralausschusses war&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Otto_Grotewohl\">Otto Grotewohl<\/a>, andere prominente Vertreter waren&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Gustav_Dahrendorf\">Gustav Dahrendorf<\/a>,&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Annedore_Leber\">Annedore Leber<\/a>,&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Erich_Gniffke\">Erich W. Gniffke<\/a>&nbsp;und&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Max_Fechner\">Max Fechner<\/a>.&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kurt_Schumacher\">Kurt Schumacher<\/a>&nbsp;arbeitete von Hannover aus, ausgehend vom&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/B%C3%BCro_Dr._Schumacher\">B\u00fcro Dr. Schumacher<\/a>, gegen die Anerkennung des Zentralausschusses in Berlin als nationalem Sammelpunkt und strebte eine ausschlie\u00dflich auf die&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Trizone\">Westzonen<\/a>&nbsp;beschr\u00e4nkte SPD an; Kontakte mit Sozialdemokraten in der&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sowjetische_Besatzungszone\">SBZ<\/a>&nbsp;hatte sein B\u00fcro nicht. Auf der&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Wennigser_Konferenz\">Wennigser Konferenz<\/a>&nbsp;in&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Wennigsen_(Deister)\">Wennigsen<\/a>&nbsp;vom 5. bis 8.&nbsp;Oktober 1945 erfolgte die Wiedergr\u00fcndung der SPD. Zu dem als erste zentrale Zusammenkunft von Sozialdemokraten bezeichneten Treffen kamen Sozialdemokraten aus allen Teilen Deutschlands sowie der Londoner Exilvorstand zusammen. Schumacher setzte durch, dass der Zentralausschuss nur f\u00fcr die sowjetische Besatzungszone zust\u00e4ndig sein solle und er als \u201eBeauftragter f\u00fcr die Westzonen\u201c eingesetzt wurde. Nach Unterredungen und Briefwechseln zwischen Schumacher einerseits und&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Otto_Brenner\">Otto Brenner<\/a>&nbsp;und&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Willi_Eichler\">Willi Eichler<\/a>&nbsp;andererseits schlossen sich in den Westzonen weiterhin die meisten Mitglieder der von diesen repr\u00e4sentierten Gruppen&nbsp;<em>Sozialistische Arbeiterpartei<\/em>&nbsp;(SAP) und&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Internationaler_Sozialistischer_Kampfbund\">Internationaler Sozialistischer Kampfbund<\/a>&nbsp;(ISK) der SPD (wieder) an.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\" id=\"In_Westdeutschland\">In Westdeutschland<\/h4>\n\n\n\n<p>Vom 9. bis 11. Mai 1946 fand in Hannover in einem Saal der&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Hanomag\">Hanomag<\/a>&nbsp;der erste Parteitag nach dem Kriegsende statt. Die 258 Delegierten stammten aus den drei Westzonen sowie aus den vier Berliner Sektoren. Die Ostzone war nicht vertreten. In seiner programmatischen Rede \u00fcber&nbsp;<em>Aufgaben und Ziele der deutschen Sozialdemokratie<\/em>&nbsp;wiederholte Kurt Schumacher die Kritik an der Politik der KPD\/SED und erhob f\u00fcr den Parteitag den Vertretungsanspruch f\u00fcr die Sozialdemokraten in der SBZ. Nach Schumachers Rede sprach&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Viktor_Agartz\">Viktor Agartz<\/a>&nbsp;\u00fcber eine sozialistische Wirtschaftspolitik. Auf dem Parteitag, der zuvor das neue Organisationsstatut verabschiedet hatte, w\u00e4hlten die Delegierten Kurt Schumacher zum 1.&nbsp;Vorsitzenden und&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Erich_Ollenhauer\">Erich Ollenhauer<\/a>&nbsp;sowie&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Wilhelm_Knothe_(Politiker)\">Wilhelm Knothe<\/a>&nbsp;zu stellvertretende Vorsitzenden.<sup><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sozialdemokratische_Partei_Deutschlands#cite_note-55\">[55]<\/a><\/sup><\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\" id=\"In_Ostdeutschland\">In Ostdeutschland<\/h4>\n\n\n\n<p>Die&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kommunistische_Partei_Deutschlands\">KPD<\/a>, deren neue, aus Moskau heimgekehrte F\u00fchrung zun\u00e4chst scharf gegen die spontanen Initiativen zur Bildung einer einheitlichen Arbeiterpartei vorgegangen war, \u00e4nderte gegen Ende 1945 ihre Haltung und dr\u00e4ngte die SPD zu einer Vereinigung der beiden Parteien, was durch Repressalien seitens der sowjetischen Besatzungsmacht best\u00e4rkt wurde. Die KPD wollte die Macht in Ostdeutschland und die SPD hatte dazu die erforderliche Basis von 600.000 Mitgliedern. Otto Grotewohls Bem\u00fchen um einen deutschlandweiten Parteitag der SPD, der \u00fcber dieses Ansinnen einer Vereinigung beraten und entscheiden sollte, wurde von Schumacher entschieden zur\u00fcckgewiesen. Die Wiedererrichtung der Partei im nationalen Rahmen sei erst m\u00f6glich, nachdem eine gesamtdeutsche Regierung gebildet worden sei, so Schumacher. Stattdessen forderte er den Zentralausschuss auf, die SPD in der sowjetischen Besatzungszone aufzul\u00f6sen und eine separate SPD in den&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Viersektorenstadt\">Westsektoren von Berlin<\/a>&nbsp;zu bilden. Ersteres erreichte er nicht, letzteres organisierte er dann selber zusammen mit einigen Kreisvorsitzenden aus den Westsektoren. Nachdem die Besatzungsm\u00e4chte f\u00fcr die&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Wahl_zur_Stadtverordnetenversammlung_von_Gro%C3%9F-Berlin_1946\">Wahl zur Stadtverordnetenversammlung von Gro\u00df-Berlin<\/a>&nbsp;(20. Oktober 1946) beide Arbeiterparteien zugelassen hatten, erhielt die SPD 48,7&nbsp;% und die SED 19,8&nbsp;% der Stimmen.<\/p>\n\n\n\n<p>Zuvor war es auf einem Parteitag am 21. und 22. April 1946 zur&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Zwangsvereinigung_von_SPD_und_KPD_zur_SED\">Zwangsvereinigung von SPD und KPD zur SED<\/a>&nbsp;(<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sozialistische_Einheitspartei_Deutschlands\">Sozialistische Einheitspartei Deutschlands<\/a>) in der&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sowjetische_Besatzungszone\">SBZ<\/a>&nbsp;gekommen.<sup><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sozialdemokratische_Partei_Deutschlands#cite_note-56\">[56]<\/a><\/sup>&nbsp;Dies geschah beim sogenannten \u201eVereinigungsparteitag\u201c, auf dem manche Delegierte der SPD aus der SBZ und Delegierte der KPD aus ganz Deutschland unter Kontrolle der Sowjets standen. Zahlreiche ostdeutsche Sozialdemokraten, die sich dem Druck nicht beugen wollten, flohen in die Westzonen (wie z.&nbsp;B.&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Wilhelm_Korspeter\">Wilhelm Korspeter<\/a>&nbsp;und das sp\u00e4tere Mitglied des&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Zentralrat_der_Juden_in_Deutschland\">Zentralrats der Juden in Deutschland<\/a>&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Franz_Unikower\">Franz Unikower<\/a>). In vielen F\u00e4llen kam es zu Verhaftungen (wie z.&nbsp;B. im Falle von&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Dieter_Rieke\">Dieter Rieke<\/a>,&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Albert_Thormann\">Albert Thormann<\/a>,&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Werner_R%C3%BCdiger\">Werner R\u00fcdiger<\/a>&nbsp;und&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Hugo_Hose\">Hugo Hose<\/a>) und Hinrichtungen von Sozialdemokraten durch Kommunisten wie z.&nbsp;B. im Falle des jungen&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/G%C3%BCnter_Malkowski\">G\u00fcnter Malkowski<\/a>. Die&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/SPD_Berlin#Die_SPD_in_Ost-Berlin\">Ortsvereine der SPD im sowjetisch besetzten Sektor Berlins<\/a>, bestehend aus Mitgliedern, die sich nicht der SED angeschlossen hatten, existierten noch bis zum&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Mauerbau\">Mauerbau<\/a>&nbsp;1961.<sup><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sozialdemokratische_Partei_Deutschlands#cite_note-57\">[57]<\/a><\/sup>&nbsp;Im Zuge der Umwandlung der SED in eine \u201e<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Partei_neuen_Typs\">Partei neuen Typs<\/a>\u201c, also eine hierarchisch strukturierte&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kaderpartei\">Kaderpartei<\/a>, bei der die nicht im Statut der SED vorgesehenen \u201eParteikonferenzen\u201c eine entscheidende Rolle spielten, wurden die in der SED verbliebenen Sozialdemokraten immer weiter in den Hintergrund gedr\u00e4ngt. Viele fielen den von&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Josef_Stalin\">Josef Stalin<\/a>&nbsp;angeordneten&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Stalinsche_S%C3%A4uberungen\">S\u00e4uberungen<\/a>&nbsp;zum Opfer.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"1949_bis_1990:_Bonner_Republik\">1949 bis 1990: Bonner Republik<\/h3>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\" id=\"1949_bis_1966:_Opposition_im_Bundestag\">1949 bis 1966: Opposition im Bundestag<\/h4>\n\n\n\n<p>Bei den ersten&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bundestagswahl_1949\">Bundestagswahlen 1949<\/a>&nbsp;in der&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Deutschland#Bundesrepublik_Deutschland_und_DDR_(1949%E2%80%931990)\">Bundesrepublik Deutschland<\/a>&nbsp;lag die SPD unter F\u00fchrung&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kurt_Schumacher\">Kurt Schumachers<\/a>&nbsp;nur knapp hinter der&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Unionsparteien\">CDU\/CSU<\/a>&nbsp;unter der F\u00fchrung&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Konrad_Adenauer\">Konrad Adenauers<\/a>. Sie wurde damit Oppositionspartei, was sie bis 1966 blieb. In der&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Adenauer-%C3%84ra\">Regierungszeit Adenauers<\/a>&nbsp;wurde der SPD-Parteivorstand von 1953 bis 1962 mithilfe zweier Informanten (darunter&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Siegfried_Ziegler\">Siegfried Ziegler<\/a>) durch die CDU ausspioniert. In jener Zeitspanne gelangten so knapp 500 vertrauliche Berichte der SPD-F\u00fchrung in das Kanzleramt an Adenauer.<sup><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sozialdemokratische_Partei_Deutschlands#cite_note-58\">[58]<\/a><\/sup><sup><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sozialdemokratische_Partei_Deutschlands#cite_note-59\">[59]<\/a><\/sup><\/p>\n\n\n\n<p>In Westdeutschland stand die SPD der von der&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bundesregierung_(Deutschland)\">Bundesregierung<\/a>&nbsp;entworfenen&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Soziale_Marktwirtschaft\">sozialen Marktwirtschaft<\/a>&nbsp;zun\u00e4chst \u00e4u\u00dferst kritisch gegen\u00fcber und forderte die&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Verstaatlichung\">Verstaatlichung<\/a>&nbsp;aller Grundstoffindustrien. Im Gegensatz zu Adenauers Politik der&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Westintegration\">Westintegration<\/a>&nbsp;stellte die SPD das&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Wiedervereinigungsgebot\">Wiedervereinigungsgebot<\/a>&nbsp;\u00fcber eine zu enge Anlehnung an die&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Vereinigte_Staaten\">USA<\/a>&nbsp;und Westeuropa. SPD-Konzeptionen zur&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Deutsche_Frage#Deutsche_Teilung_(1945%E2%80%931990)\">Deutschlandpolitik<\/a>&nbsp;aus dieser Zeit halten eine politische&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Neutralit%C3%A4t_(Internationale_Politik)\">Neutralit\u00e4t<\/a>&nbsp;Deutschlands f\u00fcr m\u00f6glich und sprechen sich strikt gegen eine&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Wiederbewaffnung\">Wiederbewaffnung<\/a>&nbsp;des Landes aus. Demgegen\u00fcber engagierte sich eine Gruppe von&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Remigration\">Remigranten<\/a>&nbsp;um Brandt und&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ernst_Reuter\">Ernst Reuter<\/a>, vor allem von&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/West-Berlin\">West-Berlin<\/a>&nbsp;aus, f\u00fcr eine st\u00e4rkere Westorientierung der SPD. Unterst\u00fctzt wurden sie dabei von einer Gruppe liberaler amerikanischer Besatzungsoffiziere um&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Shepard_Stone\">Shepard Stone<\/a>.<sup><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sozialdemokratische_Partei_Deutschlands#cite_note-60\">[60]<\/a><\/sup><\/p>\n\n\n\n<p>Nach f\u00fcr die Sozialdemokraten entt\u00e4uschenden Wahlergebnissen bei den&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bundestagswahl_1953\">Bundestagswahlen 1953<\/a>&nbsp;und&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bundestagswahl_1957\">1957<\/a>, bei denen&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Erich_Ollenhauer\">Erich Ollenhauer<\/a>&nbsp;beide Male als&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kanzlerkandidat\">Kanzlerkandidat<\/a>&nbsp;Bundeskanzler Adenauer unterlag, deutete sich ein Politikwechsel an. Das&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Godesberger_Programm\">Godesberger Programm<\/a>&nbsp;von 1959 markierte programmatisch den praktisch l\u00e4ngst vollzogenen Wandel von einer&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Arbeiterpartei\">Arbeiterpartei<\/a>&nbsp;zur&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Volkspartei_(Deutschland)\">Volkspartei<\/a>. Mit einer au\u00dfenpolitischen Grundsatzrede Wehners akzeptierte die SPD 1960 schlie\u00dflich die Westbindung und lie\u00df ihren&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Deutschlandplan\">Deutschlandplan<\/a>&nbsp;von 1959 fallen.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese \u00d6ffnung wirkte sich bei den&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bundestagswahl_1961\">Bundestagswahlen 1961<\/a>&nbsp;und&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bundestagswahl_1965\">1965<\/a>&nbsp;positiv auf die Ergebnisse aus; ein weiterer Grund war, dass mit Berlins&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Regierender_B%C3%BCrgermeister_von_Berlin\">Regierendem B\u00fcrgermeister<\/a>&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Willy_Brandt\">Willy Brandt<\/a>&nbsp;ein neuer Spitzenkandidat aufgestellt wurde.<\/p>\n\n\n\n<p>In einem Beitrag f\u00fcr ein von&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Martin_Walser\">Martin Walser<\/a>&nbsp;herausgegebenes&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Rowohlt_Verlag#rororo_Taschenb%C3%BCcher\">rororo-Taschenbuch<\/a>&nbsp;pr\u00e4gte&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/G%C3%BCnter_Grass\">G\u00fcnter Grass<\/a>&nbsp;1961 die Bezeichnung \u201ealte Tante\u201c f\u00fcr die SPD.<sup><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sozialdemokratische_Partei_Deutschlands#cite_note-61\">[61]<\/a><\/sup><\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\" id=\"1966_bis_1969:_Erste_Gro\u00dfe_Koalition\">1966 bis 1969: Erste Gro\u00dfe Koalition<\/h4>\n\n\n\n<p>Im Rahmen der&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Gro%C3%9Fe_Koalition\">Gro\u00dfen Koalition<\/a>&nbsp;von Dezember 1966 bis zur&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bundestagswahl_1969\">Bundestagswahl im September 1969<\/a>&nbsp;stellte die SPD erstmals in der Nachkriegszeit&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Regierung\">Regierungsmitglieder<\/a>&nbsp;(siehe&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kabinett_Kiesinger\">Kabinett Kiesinger<\/a>), sie war unter Bundeskanzler&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kurt_Georg_Kiesinger\">Kiesinger<\/a>&nbsp;Juniorpartner mit&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Willy_Brandt\">Willy Brandt<\/a>&nbsp;als&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Au%C3%9Fenminister\">Au\u00dfenminister<\/a>. Die&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Freie_Demokratische_Partei\">FDP<\/a>&nbsp;konnte auf Grund ihrer geringen Sitzzahl kaum&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Opposition_(Politik)\">Oppositionsarbeit<\/a>&nbsp;leisten. Es entwickelte sich eine zunehmend sozialistisch-revolution\u00e4r gesinnte&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Au%C3%9Ferparlamentarische_Opposition\">au\u00dferparlamentarische Opposition<\/a>&nbsp;(APO) unter anderem aus der&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Deutsche_Studentenbewegung_der_1960er_Jahre\">Studentenbewegung<\/a>, die organisatorisch vor allem vom Sozialistischen Deutschen Studentenbund (<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sozialistischer_Deutscher_Studentenbund\">SDS<\/a>) getragen wurde. Vor allem 1967\/1968 kam es im Zuge der&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Deutsche_Studentenbewegung_der_1960er_Jahre#1967\/68:_H%C3%B6hepunkt_der_Mobilisierung\">studentischen Proteste<\/a>&nbsp;unter anderem gegen die geplante&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Notstandsgesetzgebung\">Notstandsgesetzgebung<\/a>&nbsp;zu massiven&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Demonstration\">Demonstrationen<\/a>&nbsp;und teilweise militanten Krawallen gegen die Regierung der Gro\u00dfen Koalition.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf der Agenda der ersten Gro\u00dfen Koalition standen die Einf\u00fchrung der&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Notstandsgesetze\">Notstandsgesetze<\/a>, die&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Lohnfortzahlung_im_Krankheitsfall\">Lohnfortzahlung im Krankheitsfall<\/a>, das&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Stabilit%C3%A4tsgesetz\">Stabilit\u00e4tsgesetz<\/a>&nbsp;und die Schaffung der&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Gemeinschaftsaufgaben\">Gemeinschaftsaufgaben<\/a>. Die urspr\u00fcnglich von SPD und vor allem von der Union geplante Einf\u00fchrung eines&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Mehrheitswahlsystem\">Mehrheitswahlsystems<\/a>&nbsp;scheiterte am Widerstand der SPD-Basis. So hat die SPD 1968 auf ihrem Parteitag in&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/N%C3%BCrnberg\">N\u00fcrnberg<\/a>&nbsp;f\u00fcr eine Verschiebung der Wahlrechtsreform gestimmt, welche danach aufgrund der Sozialliberalen Koalition nicht mehr realisiert wurde.<\/p>\n\n\n\n<p>Wirtschaftspolitisch setzte die SPD vor allem mit ihrem Wirtschaftsminister&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Karl_Schiller\">Karl Schiller<\/a>&nbsp;neue Akzente. Das Stabilit\u00e4tsgesetz setzte eine neue, nachfrageorientierte Wirtschaftspolitik in Deutschland um, durch welche die Bundesrepublik ihre erste&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Rezession\">Rezession<\/a>&nbsp;ab 1966 hinter sich lassen konnte.<\/p>\n\n\n\n<p>Trotz all der gro\u00dfen Differenzen zwischen den Regierungsparteien, arbeitete die Regierung Kiesinger relativ geschlossen zusammen und konnte trotz der sehr kurzen Regierungszeit von noch nicht einmal einer vollen Legislaturperiode fast all ihre Vorhaben umsetzen. Ein gutes Beispiel ist die Zusammenarbeit von Karl Schiller und dem damaligen Bundesfinanzminister&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Franz_Josef_Strau%C3%9F\">Franz Josef Strau\u00df<\/a>&nbsp;(CSU), welche zusammen als \u201e<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Plisch_und_Plum\">Plisch und Plum<\/a>\u201c bekannt wurden.<\/p>\n\n\n\n<p>Nichtsdestotrotz wurde diese Koalition immer nur als \u201eVernunftehe\u201c und \u00dcbergangsl\u00f6sung betrachtet.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\" id=\"1969_bis_1974:_Sozialliberale_Koalition_unter_Willy_Brandt\">1969 bis 1974: Sozialliberale Koalition unter Willy Brandt<\/h4>\n\n\n\n<p>Bei der&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Wahl_des_deutschen_Bundespr%C3%A4sidenten_1969\">Wahl des deutschen Bundespr\u00e4sidenten 1969<\/a>&nbsp;am 5. M\u00e4rz wurde erstmals ein SPD-Politiker&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bundespr%C3%A4sident_(Deutschland)\">Bundespr\u00e4sident<\/a>, der bisherige Bundesjustizminister&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Gustav_Heinemann\">Gustav Heinemann<\/a>. Erm\u00f6glicht wurde diese Mehrheit von Willy Brandt und dem FDP-Vorsitzenden&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Walter_Scheel\">Walter Scheel<\/a>, welche verhandelten, dass die FDP-Mitglieder der Bundesversammlung f\u00fcr Heinemann stimmen. Erst im 3. Wahlgang konnte sich Heinemann durchsetzen. Er sprach bei seiner Antrittsrede von einem \u201eSt\u00fcck Machtwechsel\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Aufgrund des Ergebnisses der&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bundestagswahl_1969\">Bundestagswahl 1969<\/a>&nbsp;konnte die SPD zum ersten Mal den Bundeskanzler stellen. SPD und FDP erhielten zusammen eine Mehrheit gegen CDU\/CSU. Obwohl Helmut Schmidt und Herbert Wehner gegen eine solche Koalition votierten, bildete Willy Brandt unter dem Motto&nbsp;<em>Mehr Demokratie wagen<\/em>&nbsp;eine&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sozialliberale_Koalition\">sozialliberale Koalition<\/a>&nbsp;mit der FDP und wurde daraufhin zum&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bundeskanzler_(Deutschland)\">Bundeskanzler<\/a>&nbsp;gew\u00e4hlt (<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kabinett_Brandt_I\">Kabinett Brandt<\/a>).<\/p>\n\n\n\n<p>Unter&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Willy_Brandt\">Willy Brandt<\/a>&nbsp;folgte im Rahmen der&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ostpolitik\">Ostvertr\u00e4ge<\/a>&nbsp;eine&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Entspannungspolitik\">Entspannungspolitik<\/a>&nbsp;mit den Staaten des&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Warschauer_Pakt\">Warschauer Paktes<\/a>&nbsp;sowie ein umfangreiches Reformprogramm in der&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Rechtspolitik\">Rechtspolitik<\/a>, der&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bildungspolitik\">Bildungspolitik<\/a>&nbsp;und der&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Familienpolitik\">Familienpolitik<\/a>. Die sozialliberale Koalition wurde gerade wegen dieser Reformen von der Allgemeinheit, nach 20 Jahren Regierungsbeteiligung der Unionsparteien, als \u201eAufbruch\u201c betrachtet.<\/p>\n\n\n\n<p>Der weltweit beachtete&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kniefall_von_Warschau\">Kniefall von Warschau<\/a>&nbsp;am 7. Dezember 1970 am Mahnmal des Ghetto-Aufstandes von 1943 leitete symbolisch die Entspannungspolitik ein, die sp\u00e4ter in die Ostvertr\u00e4ge mit Polen und der Sowjetunion m\u00fcndete. Hinzu kam der Grundlagenvertrag mit der DDR. 1970 hatte er sich in Erfurt mit dem Vorsitzenden des Ministerrates der DDR&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Willi_Stoph\">Willi Stoph<\/a>&nbsp;zun\u00e4chst zum ersten deutsch-deutschen Gipfeltreffen im&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Erfurter_Hof\">Erfurter Hof<\/a>&nbsp;und dann in&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kassel\">Kassel<\/a>&nbsp;getroffen. Die Erfurter \u201eWilly, Willy\u201c-Rufe waren eindeutig auf Brandt bezogen und irritierten die DDR-Machthaber. Es folgte ein Abkommen mit der&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Tschechoslowakei\">Tschechoslowakei<\/a>. F\u00fcr seine Ostpolitik erhielt Brandt 1971 den&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Friedensnobelpreis\">Friedensnobelpreis<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p>Die&nbsp;<em><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Neue_Ostpolitik\">neue Ostpolitik<\/a><\/em>&nbsp;stie\u00df bei einem Teil der Abgeordneten der Regierungskoalition auf Widerspruch. Einige von ihnen wechselten zur oppositionellen CDU\/CSU, die Koalition verlor dadurch ihre Mehrheit. Der Versuch der Opposition, Willy Brandt 1972 mittels eines&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Misstrauensvotum\">konstruktiven Misstrauensvotums<\/a>&nbsp;durch&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Rainer_Barzel\">Rainer Barzel<\/a>&nbsp;abzul\u00f6sen, misslang allerdings \u00fcberraschend. Heute wei\u00df man, dass zwei Bundestagsmitglieder der Union vom ostdeutschen&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ministerium_f%C3%BCr_Staatssicherheit\">Ministerium f\u00fcr Staatssicherheit<\/a>&nbsp;(\u201eStasi\u201c) bestochen worden waren. Bei den darauf folgenden&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bundestagswahl_1972\">Neuwahlen<\/a>&nbsp;errang die SPD den h\u00f6chsten Stimmenanteil ihrer Geschichte und wurde erstmals st\u00e4rkste&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bundestagsfraktion\">Bundestagsfraktion<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Zuge der \u00d6lkrise 1973 der 2. Rezession der deutschen Nachkriegsgeschichte und der&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Guillaume-Aff%C3%A4re\">Guillaume-Aff\u00e4re<\/a>, in der der enge Brandt-Mitarbeiter&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/G%C3%BCnter_Guillaume\">G\u00fcnter Guillaume<\/a>&nbsp;als&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Deutsche_Demokratische_Republik\">DDR<\/a>&#8211;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Spionage\">Spion<\/a>&nbsp;im&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bundeskanzleramt_(Deutschland)\">Kanzleramt<\/a>&nbsp;enttarnt wurde, trat Willy Brandt im Mai 1974 als Kanzler zur\u00fcck (f\u00fcr die meisten v\u00f6llig \u00fcberraschend), blieb aber Parteivorsitzender. Helmut Schmidt wurde Kanzler.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\" id=\"1974_bis_1982:_Sozialliberale_Koalition_unter_Helmut_Schmidt\">1974 bis 1982: Sozialliberale Koalition unter Helmut Schmidt<\/h4>\n\n\n\n<p>Schmidt setzte in seiner Regierungspolitik die Reformen von Willy Brandt fort und konnte gleichzeitig die erste \u00d6lkrise bezwingen, wodurch die Bundesrepublik die daraus resultierende Rezession um einiges besser bew\u00e4ltigen konnte, als die meisten anderen Industrienationen.<\/p>\n\n\n\n<p>Schmidt setzte sich bei den&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bundestagswahl_1976\">Bundestagswahlen 1976<\/a>&nbsp;gegen&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Helmut_Kohl\">Helmut Kohl<\/a>&nbsp;durch. Die CDU\/CSU wurde st\u00e4rkste Kraft, doch konnte die SPD zusammen mit der FDP die&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Absolute_Mehrheit\">absolute Mehrheit<\/a>&nbsp;der Bundestagsmandate erringen und somit die sozialliberale Koalition fortf\u00fchren.<\/p>\n\n\n\n<p>Im September und Oktober 1977 kam es zum sogenannten&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Deutscher_Herbst\">Deutschen Herbst<\/a>, welcher von Anschl\u00e4gen der&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Rote_Armee_Fraktion\">Rote Armee Fraktion<\/a>&nbsp;(RAF) gepr\u00e4gt war. Helmut Schmidt berief den&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Gro%C3%9Fer_Krisenstab\">Gro\u00dfen Krisenstab<\/a>, dem Mitglieder aller Fraktionen des deutschen Bundestages angeh\u00f6rten, wodurch er einen partei\u00fcbergreifenden Konsens herstellte. Die Regierung verfolgte eine harte Linie gegen\u00fcber den Terroristen, bei welcher sich \u201eder Staat nicht erpressen lassen sollte\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei der&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bundestagswahl_1980\">Bundestagswahl 1980<\/a>&nbsp;setzte sich die sozialliberale Koalition gegen\u00fcber den Unionsparteien, gef\u00fchrt von Franz Josef Strau\u00df, durch.<\/p>\n\n\n\n<p>Am 17. September 1982 k\u00fcndigte die FDP die Koalition jedoch auf. Bez\u00fcglich der Gr\u00fcnde besteht in der Geschichtswissenschaft kein Konsens: W\u00e4hrend etwa&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Henning_K%C3%B6hler_(Historiker)\">Henning K\u00f6hler<\/a>&nbsp;die&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Neoliberal\">neoliberale<\/a>&nbsp;Wende der FDP betont, die&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Otto_Graf_Lambsdorff\">Otto Graf Lambsdorff<\/a>&nbsp;mit seinem&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Konzept_f%C3%BCr_eine_Politik_zur_%C3%9Cberwindung_der_Wachstumsschw%C3%A4che_und_zur_Bek%C3%A4mpfung_der_Arbeitslosigkeit\">Konzept f\u00fcr eine Politik zur \u00dcberwindung der Wachstumsschw\u00e4che und zur Bek\u00e4mpfung der Arbeitslosigkeit<\/a>&nbsp;markierte,<sup><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sozialdemokratische_Partei_Deutschlands#cite_note-62\">[62]<\/a><\/sup>&nbsp;glaubt&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Joachim_Scholtyseck\">Joachim Scholtyseck<\/a>, im Hintergrund sei die zunehmende Abkehr der SPD vom&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/NATO-Doppelbeschluss\">NATO-Doppelbeschluss<\/a>&nbsp;\u2013 gegen die Linie von Helmut Schmidt \u2013 gewesen.<sup><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sozialdemokratische_Partei_Deutschlands#cite_note-63\">[63]<\/a><\/sup><\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\" id=\"1982_bis_1990:_Wieder_in_der_Opposition\">1982 bis 1990: Wieder in der Opposition<\/h4>\n\n\n\n<p>Mit einem konstruktiven&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Misstrauensvotum\">Misstrauensvotum<\/a>&nbsp;w\u00e4hlten gro\u00dfe Teile der FDP zusammen mit der CDU\/CSU&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Helmut_Kohl\">Helmut Kohl<\/a>&nbsp;zum neuen Bundeskanzler.<\/p>\n\n\n\n<p>Die ersten Jahre in der Opposition waren von einer inhaltlichen Neujustierung der Partei und dem Ziel, sich inhaltlich der sich wandelnden Gesellschaft anzupassen, gepr\u00e4gt, wobei diese Neujustierung parteiintern bisweilen emotionale Debatten ausl\u00f6ste.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei den&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bundestagswahl_1983\">Bundestagswahlen 1983<\/a>&nbsp;und&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bundestagswahl_1987\">1987<\/a>&nbsp;unterlagen ihre Kanzlerkandidaten&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Hans-Jochen_Vogel\">Hans-Jochen Vogel<\/a>&nbsp;und&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Johannes_Rau\">Johannes Rau<\/a>&nbsp;gegen Helmut Kohl.<\/p>\n\n\n\n<p>Am 7. Oktober 1989 wurde in&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Oberkr%C3%A4mer\">Schwante<\/a>&nbsp;bei Berlin die&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sozialdemokratische_Partei_in_der_DDR\">Sozialdemokratische Partei in der DDR<\/a>&nbsp;(SDP) gegr\u00fcndet, die am Vereinigungsparteitag am 26.\/27.&nbsp;September 1990 in der SPD aufging. Zu den Gr\u00fcndungsmitgliedern der SDP geh\u00f6rten&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Angelika_Barbe\">Angelika Barbe<\/a>,&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Martin_Gutzeit\">Martin Gutzeit<\/a>,&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Markus_Meckel\">Markus Meckel<\/a>,&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Stephan_Hilsberg\">Stephan Hilsberg<\/a>&nbsp;und&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ibrahim_B%C3%B6hme\">Ibrahim B\u00f6hme<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p>Saarlands Ministerpr\u00e4sident&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Oskar_Lafontaine\">Oskar Lafontaine<\/a>&nbsp;kritisierte die geplante Ausdehnung des Geltungsbereichs der D-Mark zum 1. Juli in der DDR, da er im Falle der schnellen&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/W%C3%A4hrungsunion\">W\u00e4hrungsunion<\/a>&nbsp;eine deutlich steigende Arbeitslosigkeit in Ostdeutschland bef\u00fcrchtete.<sup><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sozialdemokratische_Partei_Deutschlands#cite_note-64\">[64]<\/a><\/sup>&nbsp;Zudem bef\u00fcrwortete er im Gegensatz zu Kohl<sup><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sozialdemokratische_Partei_Deutschlands#cite_note-65\">[65]<\/a><\/sup>&nbsp;eine Steuererh\u00f6hung,<sup><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sozialdemokratische_Partei_Deutschlands#cite_note-66\">[66]<\/a><\/sup>&nbsp;da seiner Ansicht nach sonst eine Finanzierung der deutschen Einheit ohne stark steigende Staatsverschuldung nicht m\u00f6glich w\u00e4re. Entgegen dem stand der SPD-Vorsitzende und innerparteiliche Konkurrent&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Hans-Jochen_Vogel\">Hans-Jochen Vogel<\/a>&nbsp;mit einer positiven Haltung zur W\u00e4hrungsreform. Eine skeptische Haltung zur schnellen wirtschaftlichen Wiedervereinigung erhielt in der Partei und den Umfragen zun\u00e4chst Zuspruch und im Januar 1990 erzielte die SPD bei der&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Landtagswahl_im_Saarland_1990\">Landtagswahl im Saarland<\/a>&nbsp;unter Lafontaine mit 54,4&nbsp;% zudem ihr bis heute bestes Ergebnis im Saarland. Lafontaine wurde daraufhin im M\u00e4rz mit deutlicher Zustimmung, auch von Hans-Jochen Vogel, zum Kanzlerkandidaten der SPD gek\u00fcrt. Die Situation \u00e4nderte sich f\u00fcr die SPD jedoch mit dem Einigungsprozess, w\u00e4hrend dessen Lafontaine aufgrund eines Attentates, bei dem er lebensgef\u00e4hrlich verletzt wurde, zudem zeitweise ausfiel. Kanzler Helmut Kohl erhielt wegen seiner Au\u00dfenpolitik, unter anderem nach dem Staatsbesuch bei Gorbatschow und der Unterzeichnung des&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Zwei-plus-Vier-Vertrag\">Zwei-plus-Vier-Vertrages<\/a>, durchg\u00e4ngig Lob von den Medien und die SPD-Kandidatur wurde bereits als aussichtslos beurteilt.<sup><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sozialdemokratische_Partei_Deutschlands#cite_note-67\">[67]<\/a><\/sup>&nbsp;In dieser Aufbruchsstimmung folgten Medien und W\u00e4hler, insbesondere in Ostdeutschland, zu einem gro\u00dfen Teil den optimistischen Vorstellungen (\u201e<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bl%C3%BChende_Landschaften\">Bl\u00fchende Landschaften<\/a>\u201c) der Regierung. Zus\u00e4tzlich ergab sich f\u00fcr die SPD im Osten das Problem, dass sie im Wahlkampf von Medien als SED-nahe dargestellt wurde. Angesichts der Situation setzte auch&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Richard_Schr%C3%B6der_(Theologe)\">Richard Schr\u00f6der<\/a>&nbsp;als Fraktionsvorsitzender der Ost-SPD auf Tempo bei der Realisierung einer W\u00e4hrungsunion um die Einheit schnellstm\u00f6glich zu erreichen.<sup><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sozialdemokratische_Partei_Deutschlands#cite_note-68\">[68]<\/a><\/sup>&nbsp;Auch Willy Brandt \u00e4nderte seine zuvor skeptische Haltung und begr\u00fc\u00dfte die schnelle Vereinigung: \u201eJetzt w\u00e4chst zusammen, was zusammengeh\u00f6rt\u201c. Der Historiker&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Heinrich_August_Winkler\">Heinrich August Winkler<\/a>&nbsp;beschreibt die SPD wegen ihrer Haltung zur staatlichen Einheit Deutschlands als&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Januskopf\">janusk\u00f6pfige<\/a>&nbsp;Partei: \u201eIhr eines Gesicht war das patriotische von Willy Brandt, das andere das postnationale das von Oskar Lafontaine.\u201c<sup><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sozialdemokratische_Partei_Deutschlands#cite_note-69\">[69]<\/a><\/sup><\/p>\n\n\n\n<p>In der DDR erzielte die&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sozialdemokratische_Partei_in_der_DDR\">Sozialdemokratische Partei<\/a>&nbsp;am 18. M\u00e4rz 1990 bei der&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Volkskammerwahl_1990\">Wahl zur Volkskammer<\/a>&nbsp;nur 21,7&nbsp;% der Stimmen. Sie beteiligte sich danach vom 12. April bis 20. August 1990 als Juniorpartner an der ersten&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Freie_Wahl\">freien<\/a>&nbsp;und demokratisch gew\u00e4hlten&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Regierung_de_Maizi%C3%A8re\">Regierung der DDR<\/a>&nbsp;unter Ministerpr\u00e4sident&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Lothar_de_Maizi%C3%A8re\">Lothar de Maizi\u00e8re<\/a>&nbsp;(CDU).<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"Seit_1990:_Berliner_Republik\">Seit 1990: Berliner Republik<\/h3>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\" id=\"1990_bis_1998:_Gesamtdeutsche_Opposition\">1990 bis 1998: Gesamtdeutsche Opposition<\/h4>\n\n\n\n<p>Bei der ersten gesamtdeutschen&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bundestagswahl_1990\">Bundestagswahl<\/a>&nbsp;im wiedervereinigten Deutschland am 2. Dezember 1990 unterlag die SPD mit 33,5&nbsp;% der Stimmen der schwarz-gelben Koalition. Die seit dem 26. September 1990 vereinigte Partei erzielte dabei im&nbsp;<em>Wahlgebiet West<\/em>&nbsp;35,7&nbsp;% und im&nbsp;<em>Wahlgebiet Ost<\/em>&nbsp;24,3&nbsp;%.<\/p>\n\n\n\n<p>Innerparteilich umstritten waren in den folgenden Oppositionsjahren die Positionen zum&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Asylrecht_(Deutschland)\">Asylrecht<\/a>&nbsp;und zu&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Auslandseins%C3%A4tze_der_Bundeswehr\">Auslandseins\u00e4tzen der Bundeswehr<\/a>, wobei in den Medien die Position f\u00fcr die Einschr\u00e4nkungen des Rechtes und der Zustimmung zu den Eins\u00e4tzen \u00fcberwog. Mit der sogenannten&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Petersberger_Wende\">Petersberger Wende<\/a>&nbsp;stimmte die SPD schlussendlich der Begrenzung der Asylbewerberzahlen und Bundeswehr-Auslandseins\u00e4tzen zu.<\/p>\n\n\n\n<p>Von Mai 1991 bis Mai 1993 war der schleswig-holsteinische Ministerpr\u00e4sident&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bj%C3%B6rn_Engholm\">Bj\u00f6rn Engholm<\/a>&nbsp;Bundesvorsitzender der SPD und auch&nbsp;<em>designierter Kanzlerkandidat<\/em>&nbsp;seiner Partei. Er trat vorzeitig von seinen \u00c4mtern zur\u00fcck, nachdem bekannt geworden war, dass er im Rahmen der&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Barschel-Aff%C3%A4re\">Barschel-Aff\u00e4re<\/a>&nbsp;eine Falschaussage gemacht hatte (siehe auch \u201e<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Schubladenaff%C3%A4re\">Schubladenaff\u00e4re<\/a>\u201c). In dieser Situation beschloss die Bundespartei ein v\u00f6llig neues Verfahren zur Bestimmung des folgenden Parteivorsitzenden. Das erste Mal wurde eine&nbsp;<em>Mitgliederbefragung<\/em>&nbsp;\u00fcber den Parteivorsitz unter den SPD-Mitgliedern durchgef\u00fchrt, die&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Rudolf_Scharping\">Rudolf Scharping<\/a>&nbsp;mit rund 40&nbsp;% vor&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Gerhard_Schr%C3%B6der\">Gerhard Schr\u00f6der<\/a>&nbsp;und&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Heidemarie_Wieczorek-Zeul\">Heidemarie Wieczorek-Zeul<\/a>&nbsp;gewann.<sup><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sozialdemokratische_Partei_Deutschlands#cite_note-70\">[70]<\/a><\/sup><sup><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sozialdemokratische_Partei_Deutschlands#cite_note-71\">[71]<\/a><\/sup><\/p>\n\n\n\n<p>Der Kanzlerkandidat Scharping trat im Wahlkampf zusammen mit&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Gerhard_Schr%C3%B6der\">Gerhard Schr\u00f6der<\/a>&nbsp;und Oskar Lafontaine als sogenannte&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Troika_(F%C3%BChrungsspitze)\">Troika<\/a>&nbsp;an. Bestimmende Themen des Regierungsprogramms zur Wahl waren unter anderem Pl\u00e4ne zur Verringerung der Arbeitslosigkeit und die Entwicklung hin zu einer \u201e\u00f6kologischen Marktwirtschaft\u201c. Die SPD kritisierte auch explizit, dass die Kosten der Einheit zu einem gro\u00dfen Teil den Sozialversicherungen aufgetragen wurden und wandte sich gegen Privatisierungspl\u00e4ne im Gesundheitswesen.<sup><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sozialdemokratische_Partei_Deutschlands#cite_note-72\">[72]<\/a><\/sup>&nbsp;Bei der&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bundestagswahl_1994\">Bundestagswahl 1994<\/a>&nbsp;erhielt die SPD 36,4&nbsp;% der Stimmen. Sie konnte somit ihre Stimmen vermehren, aber trotz der, nach der ern\u00fcchternden Entwicklung der Einheit, deutlich gesunkenen Popularit\u00e4t von Kohl keine Mehrheit erreichen. 1995 unterlag Scharping dann bei der Abstimmung um den Parteivorsitz dem damaligen saarl\u00e4ndischen Ministerpr\u00e4sidenten Oskar Lafontaine.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\" id=\"1998_bis_2005:_Rot-Gr\u00fcn_unter_Gerhard_Schr\u00f6der\">1998 bis 2005: Rot-Gr\u00fcn unter Gerhard Schr\u00f6der<\/h4>\n\n\n\n<p>Erst bei der&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bundestagswahl_1998\">Bundestagswahl 1998<\/a>&nbsp;gelang der SPD mit dem damaligen&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ministerpr%C3%A4sident\">Ministerpr\u00e4sidenten<\/a>&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Niedersachsen\">Niedersachsens<\/a>,&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Gerhard_Schr%C3%B6der\">Gerhard Schr\u00f6der<\/a>, als Kanzlerkandidat die R\u00fcckkehr an die&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Regierung\">Regierung<\/a>, diesmal in einer&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Rot-Gr%C3%BCne_Koalition\">rot-gr\u00fcnen Koalition<\/a>&nbsp;mit&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/B%C3%BCndnis_90\/Die_Gr%C3%BCnen\">B\u00fcndnis 90\/Die Gr\u00fcnen<\/a>. Dies bedeutete ein Novum in der Geschichte Deutschlands. Erstmals erhielten Parteien, die sich traditionell als \u201elinks der Mitte\u201c einstufen, mehr als 50&nbsp;% der Stimmen. Erstmals wurde eine Bundesregierung komplett abgew\u00e4hlt.<\/p>\n\n\n\n<p>Aufgrund der Tatsache, dass zum ersten Mal Vertreter der neuen sozialen Bewegung an die Regierung gelangten, sprach man schon bald vom \u201eProjekt Rot-Gr\u00fcn\u201c, das einen Wandel in der&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Politischen_Kultur\">politischen Kultur<\/a>&nbsp;Deutschlands verk\u00f6rpern sollte.<\/p>\n\n\n\n<p>1998\/1999 kam es zum&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kosovokrieg\">Kosovokrieg<\/a>, in dessen Verlauf das&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kabinett_Schr%C3%B6der_I\">Kabinett Schr\u00f6der I<\/a>&nbsp;erstmals einen&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Auslandseins%C3%A4tze_der_Bundeswehr\">Auslandseinsatz der Bundeswehr<\/a>&nbsp;beschloss.<\/p>\n\n\n\n<p>Der SPD-Vorsitzende&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Oskar_Lafontaine\">Oskar Lafontaine<\/a>&nbsp;wurde&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bundesministerium_der_Finanzen\">Finanzminister<\/a>, trat jedoch wegen Differenzen mit Schr\u00f6der im M\u00e4rz 1999 von allen politischen und Partei\u00e4mtern zur\u00fcck. Neuer SPD-Vorsitzender wurde daraufhin Bundeskanzler Gerhard Schr\u00f6der.<\/p>\n\n\n\n<p>Am 23. Mai 1999 wurde Johannes Rau&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Wahl_des_deutschen_Bundespr%C3%A4sidenten_1999\">zum Bundespr\u00e4sidenten gew\u00e4hlt<\/a>. Damit stellte die SPD erstmals seit&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Gustav_Heinemann\">Gustav Heinemann<\/a>&nbsp;wieder den Bundespr\u00e4sidenten.<\/p>\n\n\n\n<p>In der Rot-Gr\u00fcnen Regierungszeit wurden Erneuerungen aller Politikfelder umgesetzt, wie die Modernisierung des Staatsb\u00fcrgerschaftsrechts, Steuerreform,&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Rentenreform\">Rentenreform<\/a>,&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Atomausstieg\">Atomausstieg<\/a>,&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/%C3%96kosteuer_(Deutschland)\">\u00d6kosteuer<\/a>, Einf\u00fchrung des&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Lebenspartnerschaft\">Lebenspartnerschaftsinstitutes<\/a>&nbsp;oder Reformen im Bildungsbereich.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei der&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bundestagswahl_2002\">Bundestagswahl 2002<\/a>&nbsp;trat der bayerische&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ministerpr%C3%A4sident\">Ministerpr\u00e4sident<\/a>&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Edmund_Stoiber\">Edmund Stoiber<\/a>&nbsp;(<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Christlich-Soziale_Union_in_Bayern\">CSU<\/a>) als Kanzlerkandidat der Union gegen Bundeskanzler Schr\u00f6der an. Die SPD verlor 2,4 und die Gr\u00fcnen gewannen 1,9 Prozentpunkte; rot-gr\u00fcn erhielt 1,2&nbsp;Prozentpunkte mehr W\u00e4hlerstimmen als Union und FDP zusammen. Die PDS scheiterte an der&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/F%C3%BCnf-Prozent-H%C3%BCrde\">F\u00fcnf-Prozent-H\u00fcrde<\/a>. Trotz der ann\u00e4hernd gleichen Anzahl an Zweitstimmen mit den Unionsparteien (SPD: 18.488.668; CDU\/CSU: 18.482.641) stellte die SPD auf Grund von&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/%C3%9Cberhangmandat\">\u00dcberhangmandaten<\/a>&nbsp;knapp die st\u00e4rkste Bundestagsfraktion.<sup><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sozialdemokratische_Partei_Deutschlands#cite_note-73\">[73]<\/a><\/sup><\/p>\n\n\n\n<p>Die Regierung lehnte eine Teilnahme Deutschlands am&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Irakkrieg\">Irakkrieg<\/a>&nbsp;strikt ab, wodurch Gerhard Schr\u00f6der sich einen Ruf als \u201eFriedenskanzler\u201c erarbeitete.<\/p>\n\n\n\n<p>2003 wurde die&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Agenda_2010\">Agenda 2010<\/a>&nbsp;vorgestellt. Ein riesiges Reformpaket des deutschen&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sozialsystem\">Sozialsystems<\/a>&nbsp;und&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Arbeitsmarkt\">Arbeitsmarktes<\/a>, welche bis 2005 umgesetzt wurde. Sie sah unter anderen einen Sozialabbau und eine Liberalisierung der Wirtschaft vor, um Arbeitslosigkeit zu bek\u00e4mpfen. Sie wurde von gro\u00dfen Teilen der SPD-Anh\u00e4ngerschaft aufgrund des Sozialabbaus als negativ empfunden. Heute sieht die SPD die Agenda als entscheidender Faktor f\u00fcr die sich anschlie\u00dfende positive wirtschaftliche Entwicklung Deutschlands. Inwieweit die Agenda 2010 tats\u00e4chlich dazu beigetragen hat, ist jedoch umstritten; auch andere Faktoren, wie eine bereits vor der Agenda 2010 begonnene Lohnzur\u00fcckhaltung, k\u00f6nnten urs\u00e4chlich daf\u00fcr gewesen sein.<sup><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sozialdemokratische_Partei_Deutschlands#cite_note-74\">[74]<\/a><\/sup><sup><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sozialdemokratische_Partei_Deutschlands#cite_note-75\">[75]<\/a><\/sup><\/p>\n\n\n\n<p>Nach verlorenen&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Landesparlament\">Landtagswahlen<\/a>&nbsp;erhielt die SPD bei der Europawahl am 13.&nbsp;Juni 2004 mit 21,5&nbsp;% ihr bis dahin niedrigstes Ergebnis in einer bundesweiten Wahl seit Bestehen der Bundesrepublik Deutschland. Stammw\u00e4hler f\u00fchlten sich durch die Politik der Agenda 2010 verprellt und blieben der Wahl fern. Viele andere nahmen den Kurs der SPD, welcher nicht nur bei anderen Parteien, sondern auch innerhalb der SPD-Mitgliedschaft auf Kritik stie\u00df, als zerstritten wahr. Der seit Anfang der 1980er anhaltende Mitgliederschwund beschleunigte sich. Teile des linken,&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Gewerkschaft\">gewerkschaftsnahen<\/a>&nbsp;Fl\u00fcgels spalteten sich nach hitzigen Debatten ab und gr\u00fcndeten 2004 zuerst den Verein&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Wahlalternative_Arbeit_und_soziale_Gerechtigkeit\">Wahlalternative Arbeit und soziale Gerechtigkeit<\/a>, aus dem im Januar 2005 eine neue Partei,&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Arbeit_%26_soziale_Gerechtigkeit_%E2%80%93_Die_Wahlalternative\">WASG<\/a>, entstand, die politisch links von der \u201e<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Politisches_Spektrum#Sozialdemokratie\">Neue Mitte<\/a>\u201c-SPD angesiedelt war.<\/p>\n\n\n\n<p>Am 25. Mai 2005, unmittelbar nach der von der SPD verlorenen&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Landtagswahl_in_Nordrhein-Westfalen_2005\">Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen<\/a>&nbsp;(NRW), trat der ehemalige Parteivorsitzende Oskar Lafontaine wegen der nach seiner Auffassung mit den Grunds\u00e4tzen der Sozialdemokratie nicht zu vereinbarenden Regierungspolitik (<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Agenda_2010\">Agenda 2010<\/a>,&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Hartz-Konzept\">Hartz IV<\/a>) aus der SPD aus und wurde wenige Wochen sp\u00e4ter Mitglied der&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Arbeit_%26_soziale_Gerechtigkeit_%E2%80%93_Die_Wahlalternative\">WASG<\/a>, nachdem diese ein Linksb\u00fcndnis mit der&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Partei_des_Demokratischen_Sozialismus\">PDS<\/a>&nbsp;f\u00fcr die Bundestagswahl im Herbst 2005 eingegangen war.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine vorzeitige Bundestagswahl war vom Bundeskanzler und der SPD-Parteispitze nach der Niederlage bei der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen angek\u00fcndigt worden. Die Ziele der SPD f\u00fcr die Wahlen am 18.&nbsp;September 2005 waren: Verbleib in der Regierungsverantwortung und Fortf\u00fchrung der&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Reform\">Reformen<\/a>&nbsp;unter st\u00e4rkerer Ber\u00fccksichtigung sozialer Aspekte.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\" id=\"2005_bis_2009:_Zweite_Gro\u00dfe_Koalition\">2005 bis 2009: Zweite Gro\u00dfe Koalition<\/h4>\n\n\n\n<p>Nachdem die SPD bei der&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bundestagswahl_2005\">herbeigef\u00fchrten Bundestagswahl<\/a>&nbsp;ann\u00e4hernd so stark wie die Unionsparteien geworden war und die Union zusammen mit der FDP keine Koalition bilden konnte, einigten sich CDU, CSU und SPD nach langen Sondierungsgespr\u00e4chen auf eine Gro\u00dfe Koalition unter&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Angela_Merkel\">Angela Merkel<\/a>&nbsp;als Bundeskanzlerin.<\/p>\n\n\n\n<p>Zuvor waren auch andere Koalitionen im Gespr\u00e4ch gewesen. So wurde eine&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ampelkoalition\">Ampelkoalition<\/a>&nbsp;aus SPD, Gr\u00fcnen und FDP sowie die sogenannte&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Jamaika-Koalition\">Jamaika-Koalition<\/a>&nbsp;zwischen CDU\/CSU, FDP und den Gr\u00fcnen diskutiert. Eine rot-rot-gr\u00fcne Koalition aus SPD, Linkspartei und B\u00fcndnis 90\/Die Gr\u00fcnen wurde von allen Parteien ausgeschlossen.<\/p>\n\n\n\n<p>Gr\u00fcnde f\u00fcr den Verlust der rot-gr\u00fcnen Mehrheit wurden haupts\u00e4chlich darin gesehen, dass sich erstmals eine Partei \u201elinks\u201c der SPD (Linkspartei) etablieren konnte.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach der erfolgreichen Unterzeichnung des Koalitionsvertrages wurden von der von 397 Abgeordneten des&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Deutscher_Bundestag\">Deutschen Bundestages<\/a>&nbsp;gew\u00e4hlten Kanzlerin Angela Merkel acht Minister der SPD vorgeschlagen, die in die&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Gro%C3%9Fe_Koalition\">Gro\u00dfe Koalition<\/a>&nbsp;gingen, darunter&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Franz_M%C3%BCntefering\">Franz M\u00fcntefering<\/a>&nbsp;als Arbeitsminister und&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Vizekanzler_(Deutschland)\">Vizekanzler<\/a>. Nach der Ernennung durch&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bundespr%C3%A4sident_(Deutschland)\">Bundespr\u00e4sident<\/a>&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Horst_K%C3%B6hler\">Horst K\u00f6hler<\/a>&nbsp;bildeten die 8 Bundesminister der SPD nun mit den 7 anderen Bundesministern der Union und der Bundeskanzlerin Merkel das&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kabinett_Merkel_I\">erste Kabinett Merkel<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Zweite Gro\u00dfe Koalition nahm sich, wie die erste, besondere Hauptaufgaben vor, um die Chancen durch absolute Mehrheiten in Bundestag und Bundesrat zu nutzen. Die erste war das Erreichen eines ausgeglichenen Haushaltes, also eines Haushaltsplanes ohne Nettokreditaufnahme, bis 2011. Eine Ma\u00dfnahme war das Anheben der&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Umsatzsteuer_(Deutschland)\">Mehrwertsteuer<\/a>&nbsp;auf 19&nbsp;% (1. Januar 2007), das die SPD 2005 im Wahlkampf abgelehnt hatte. In der&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/F%C3%B6deralismusreform\">F\u00f6deralismusreform<\/a>&nbsp;wurde das Verh\u00e4ltnis von Bund und L\u00e4ndern zueinander neu geordnet. Au\u00dferdem wurde mit dem&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Schacht_Konrad\">Schacht Konrad<\/a>&nbsp;das erste&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Endlagersuche_in_Deutschland\">Endlager<\/a>&nbsp;f\u00fcr leicht und mittelstark radioaktive Abf\u00e4lle beschlossen und damit f\u00fcr 90&nbsp;% des in Deutschland erzeugten Atomm\u00fclls.<\/p>\n\n\n\n<p>Der brandenburgische Ministerpr\u00e4sident&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Matthias_Platzeck\">Matthias Platzeck<\/a>, der nach einem parteiinternen Streit um die Wahl des Generalsekret\u00e4rs den Parteivorsitz von Franz M\u00fcntefering \u00fcbernommen hatte, trat am 10.&nbsp;April 2006 nach f\u00fcnf Monaten aus gesundheitlichen Gr\u00fcnden als SPD-Vorsitzender zur\u00fcck. Sein Nachfolger wurde der rheinland-pf\u00e4lzische Ministerpr\u00e4sident&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kurt_Beck\">Kurt Beck<\/a>, bis dahin einer der stellvertretenden Vorsitzenden.<\/p>\n\n\n\n<p>Kurt Beck erkl\u00e4rte am 7. September 2008 im Rahmen einer Klausurtagung der Parteif\u00fchrung seinen R\u00fccktritt als Parteivorsitzender. Sein Stellvertreter&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Frank-Walter_Steinmeier\">Frank-Walter Steinmeier<\/a>, der am selben Tag als Kanzlerkandidat f\u00fcr die&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bundestagswahl_2009\">Bundestagswahl 2009<\/a>&nbsp;nominiert worden war, \u00fcbernahm kommissarisch den Parteivorsitz, bis der vom Parteipr\u00e4sidium nominierte Franz M\u00fcntefering auf einem Sonderparteitag zum neuen Vorsitzenden gew\u00e4hlt wurde.<sup><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sozialdemokratische_Partei_Deutschlands#cite_note-76\">[76]<\/a><\/sup>&nbsp;Am 30. Juli 2009 stellte Steinmeier sein \u201e<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Schattenkabinett\">Team Steinmeier<\/a>\u201c f\u00fcr die Bundestagswahl vor, dem neben den damaligen Bundesministern mit SPD-Parteibuch lediglich zu dieser Zeit verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig unbekannte Politiker angeh\u00f6rten.<sup><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sozialdemokratische_Partei_Deutschlands#cite_note-77\">[77]<\/a><\/sup><\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\" id=\"2009_bis_2013:_Erneute_Opposition\">2009 bis 2013: Erneute Opposition<\/h4>\n\n\n\n<p>Bei der Bundestagswahl am 27. September 2009 sackte die SPD von 34,2&nbsp;% auf 23,0&nbsp;% der Stimmen ab, so dass eine Mehrheit f\u00fcr eine Regierungskoalition aus CDU\/CSU und FDP m\u00f6glich wurde. Infolge der Wahlniederlage erkl\u00e4rte der Parteivorsitzende Franz M\u00fcntefering seinen R\u00fccktritt zum Parteitag im November 2009. Zu seinem Nachfolger wurde der ehemalige Bundesumweltminister&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sigmar_Gabriel\">Sigmar Gabriel<\/a>&nbsp;gew\u00e4hlt, die bisherige stellvertretende Parteivorsitzende&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Andrea_Nahles\">Andrea Nahles<\/a>&nbsp;wurde neue Generalsekret\u00e4rin. Die ehemaligen Bundesminister&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Peer_Steinbr%C3%BCck\">Peer Steinbr\u00fcck<\/a>&nbsp;und&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Frank-Walter_Steinmeier\">Frank-Walter Steinmeier<\/a>&nbsp;schieden als stellvertretende Parteivorsitzende ebenfalls aus, die Nachfolge traten&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Manuela_Schwesig\">Manuela Schwesig<\/a>,&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Klaus_Wowereit\">Klaus Wowereit<\/a>,&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Olaf_Scholz\">Olaf Scholz<\/a>&nbsp;und&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Hannelore_Kraft\">Hannelore Kraft<\/a>&nbsp;an. Zwei Jahre sp\u00e4ter wurde die Riege der Vize-Vorsitzenden um die t\u00fcrkischst\u00e4mmige&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Aydan_%C3%96zoguz\">Aydan \u00d6zoguz<\/a>&nbsp;erweitert.<sup><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sozialdemokratische_Partei_Deutschlands#cite_note-78\">[78]<\/a><\/sup>&nbsp;Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier wurde hingegen bereits zwei Tage nach der Bundestagswahl zum neuen Fraktionsvorsitzenden der SPD-Bundestagsfraktion gew\u00e4hlt.<sup><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sozialdemokratische_Partei_Deutschlands#cite_note-79\">[79]<\/a><\/sup><\/p>\n\n\n\n<p>Bei den folgenden Landtagswahlen konnte die SPD vornehmlich Erfolge erzielen. In Nordrhein-Westfalen, Hamburg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen vermochten Hannelore Kraft, Olaf Scholz, Torsten Albig und Stephan Weil ihre&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Christdemokratie\">christdemokratischen<\/a>&nbsp;Vorg\u00e4nger im Amt des jeweiligen Regierungschefs abzul\u00f6sen. In Baden-W\u00fcrttemberg gelang es den Sozialdemokraten als Juniorpartner der&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/B%C3%BCndnis_90\/Die_Gr%C3%BCnen_Baden-W%C3%BCrttemberg\">Gr\u00fcnen<\/a>&nbsp;eine Regierungsbeteiligung zu erreichen und die seit 1953 regierende&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/CDU_Baden-W%C3%BCrttemberg\">CDU<\/a>&nbsp;in die Opposition zu schicken. Im Saarland konnte&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Landtagswahl_im_Saarland_2012\">2012<\/a>&nbsp;aus der Opposition heraus die Rolle des Juniorpartners der&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/CDU_Saar\">CDU<\/a>&nbsp;\u00fcbernommen werden. Bei den \u00fcbrigen Wahlen zu den Landesparlamenten vermochte die SPD ihren Status als Senior- bzw. Juniorpartner an der jeweiligen&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Landesregierung_(Deutschland)\">Landesregierung<\/a>&nbsp;zu halten. Allein bei der&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Landtagswahl_in_Rheinland-Pfalz_2011\">Landtagswahl in Rheinland-Pfalz 2011<\/a>&nbsp;b\u00fc\u00dfte die Partei die absolute Mandatsmehrheit ein und f\u00fchrt seitdem eine Koalition mit den&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/B%C3%BCndnis_90\/Die_Gr%C3%BCnen_Rheinland-Pfalz\">Gr\u00fcnen<\/a>.<sup><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sozialdemokratische_Partei_Deutschlands#cite_note-80\">[80]<\/a><\/sup>&nbsp;Somit verf\u00fcgte die damalige schwarz-gelbe Koalition keine Mehrheit im Bundesrat mehr. Stattdessen herrscht momentan eine Mehrheit von SPD, Gr\u00fcnen, Linken und&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/S%C3%BCdschleswigscher_W%C3%A4hlerverband\">SSW<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p>Da die CDU in j\u00fcngerer Zeit einen noch rasanteren Mitgliederverlust verzeichnet, ist die SPD seit Juli 2012 wieder mitgliederst\u00e4rkste Partei in Deutschland.<sup><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sozialdemokratische_Partei_Deutschlands#cite_note-81\">[81]<\/a><\/sup><\/p>\n\n\n\n<p>Im Rahmen einer gemeinsamen Pressekonferenz teilten Parteichef Sigmar Gabriel und Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier in Beisein des ehemaligen&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bundesministerium_der_Finanzen\">Bundesfinanzministers<\/a>&nbsp;Peer Steinbr\u00fcck mit, dass Steinbr\u00fcck als Kanzlerkandidat 2013 gegen Bundeskanzlerin Angela Merkel antreten w\u00fcrde. Er wurde am 1. Oktober 2012 vom SPD-Parteivorstand einstimmig nominiert.<sup><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sozialdemokratische_Partei_Deutschlands#cite_note-82\">[82]<\/a><\/sup><sup><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sozialdemokratische_Partei_Deutschlands#cite_note-83\">[83]<\/a><\/sup>&nbsp;Steinbr\u00fcck k\u00fcndigte an, er strebe auf Bundesebene eine Neuauflage der rot-gr\u00fcnen Koalition an.<sup><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sozialdemokratische_Partei_Deutschlands#cite_note-84\">[84]<\/a><\/sup>&nbsp;B\u00fcndnisse seiner Partei mit der&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Piratenpartei_Deutschland\">Piratenpartei Deutschland<\/a>&nbsp;oder der Partei Die Linke nach der&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bundestagswahl_2013\">Bundestagswahl 2013<\/a>&nbsp;schloss Steinbr\u00fcck bereits im Vorfeld aus. Zudem gab er an, nicht erneut Minister unter Bundeskanzlerin Angela Merkel werden zu wollen.<sup><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sozialdemokratische_Partei_Deutschlands#cite_note-85\">[85]<\/a><\/sup>&nbsp;Am 9. Dezember wurde Steinbr\u00fcck mit 93&nbsp;% zum Kanzlerkandidaten der SPD gew\u00e4hlt.<sup><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sozialdemokratische_Partei_Deutschlands#cite_note-86\">[86]<\/a><\/sup><\/p>\n\n\n\n<p>Im Jahr 2013 verlie\u00df die SPD zudem die&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sozialistische_Internationale\">Sozialistische Internationale<\/a>&nbsp;(SI), nachdem sie die SI kritisiert hatte, weil manche Mitgliedsparteien von \u201eVerbrechern\u201c gef\u00fchrt w\u00fcrden, die an Menschenrechtsverletzungen beteiligt gewesen waren.<sup><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sozialdemokratische_Partei_Deutschlands#cite_note-87\">[87]<\/a><\/sup>&nbsp;Sie hat seitdem nur einen Beobachterstatus innerhalb der Organisation inne. Die SPD gr\u00fcndete daraufhin die&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Progressive_Allianz\">Progressive Allianz<\/a><sup><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sozialdemokratische_Partei_Deutschlands#cite_note-88\">[88]<\/a><\/sup>, der sich weltweit zahlreiche weiteren Parteien anschlossen.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\" id=\"2013_bis_2017:_Dritte_Gro\u00dfe_Koalition\">2013 bis 2017: Dritte Gro\u00dfe Koalition<\/h4>\n\n\n\n<p>Bei der&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bundestagswahl_2013\">Bundestagswahl 2013<\/a>&nbsp;konnte die SPD lediglich 25,7&nbsp;% der Stimmen auf sich vereinen, was f\u00fcr eine rot-gr\u00fcne Regierung nicht ausreichte.<sup><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sozialdemokratische_Partei_Deutschlands#cite_note-89\">[89]<\/a><\/sup>&nbsp;Die&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Freie_Demokratische_Partei\">FDP<\/a>, der bisherige Koalitionspartner der Unionsparteien&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/CDU\">CDU<\/a>&nbsp;und&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/CSU\">CSU<\/a>, erlangte allerdings nicht genug Stimmen, um im Bundestag zu verbleiben. Somit suchte die Union eine neue Partei f\u00fcr die Rolle des Koalitionspartners, wodurch es zu Sondierungsgespr\u00e4chen mit der SPD kam.<sup><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sozialdemokratische_Partei_Deutschlands#cite_note-90\">[90]<\/a><\/sup><\/p>\n\n\n\n<p>Die SPD entschied vor der Bundestagswahl, \u00fcber den Inhalt eines m\u00f6glichen Koalitionsvertrags erstmals ein&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Mitgliedervotum\">Mitgliedervotum<\/a>&nbsp;durchzuf\u00fchren. Dessen Ergebnis sollte umgesetzt werden, wenn sich mindestens 20&nbsp;% der SPD-Mitglieder an der Abstimmung beteiligen w\u00fcrden.<sup><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sozialdemokratische_Partei_Deutschlands#cite_note-welt-121988376-91\">[91]<\/a><\/sup><sup><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sozialdemokratische_Partei_Deutschlands#cite_note-92\">[92]<\/a><\/sup><\/p>\n\n\n\n<p>\u2192&nbsp;<em>Hauptartikel:&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Mitgliedervotum_der_SPD_zum_Koalitionsvertrag_2013\">Mitgliedervotum der SPD zum Koalitionsvertrag 2013<\/a><\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Nachdem sich bei einer Wahlbeteiligung der Parteimitglieder von \u00fcber 70&nbsp;% gut Dreiviertel der abgegebenen Stimmen f\u00fcr eine Gro\u00dfe Koalition ausgesprochen hatten, trat die SPD erneut in eine Koalition mit der CDU\/CSU ein. Am 17. Dezember 2013 wurde die neue Bundesregierung im&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kabinett_Merkel_III\">Kabinett Merkel III<\/a>&nbsp;vereidigt. SPD-Parteichef Sigmar Gabriel \u00fcbernahm die Position des Vizekanzlers und Bundeswirtschaftsministers. Frank-Walter Steinmeier wurde, wie bereits 2005 bis 2009, erneut Bundesau\u00dfenminister. Er f\u00fchrte das Amt bis Ende Januar 2017 und trat dann aufgrund seiner Kandidatur bei der&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Wahl_des_deutschen_Bundespr%C3%A4sidenten_2017\">Wahl des Bundespr\u00e4sidenten am 12. Februar 2017<\/a>&nbsp;vom Amt zur\u00fcck. Sein Nachfolger wurde Sigmar Gabriel, dessen Amt als Bundeswirtschaftsminister wiederum&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Brigitte_Zypries\">Brigitte Zypries<\/a>&nbsp;\u00fcbernahm.<\/p>\n\n\n\n<p>Die SPD konnte sich in dem Koalitionsvertrag in vielen Themen durchsetzen, beispielsweise bei der Einf\u00fchrung eines&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Mindestlohn\">Mindestlohnes<\/a>&nbsp;von 8,50&nbsp;\u20ac, einer gesetzlichen&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Frauenquote\">Frauenquote<\/a>&nbsp;von 40&nbsp;% in b\u00f6rsennotierten Unternehmen, dem Netzausbau, einer Reform des&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Erneuerbare-Energien-Gesetz\">Erneuerbare-Energien-Gesetzes<\/a>&nbsp;(EEG), einer Pflegereform, dem&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Elterngeld_Plus\">Elterngeld Plus<\/a>, dem Ausbau von Kindertagesst\u00e4tten, der Einf\u00fchrung einer Mietpreisbremse, der Abschaffung der&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Optionspflicht\">Optionspflicht<\/a>&nbsp;zugunsten der doppelten Staatsb\u00fcrgerschaft und einer Rentenreform (u.&nbsp;a. Mindestrente, Rente mit 63).<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr die&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Europawahl_2014\">Europawahl 2014<\/a>&nbsp;stellen die europ\u00e4ischen Parteifamilien erstmals europaweite Spitzenkandidaten f\u00fcr das Amt des&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kommissionspr%C3%A4sident\">Kommissionspr\u00e4sidenten<\/a>&nbsp;bereit. F\u00fcr die europ\u00e4ische Sozialdemokratie trat der&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Pr%C3%A4sident_des_Europ%C3%A4ischen_Parlaments\">Pr\u00e4sident des Europ\u00e4ischen Parlaments<\/a>, der deutsche&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Martin_Schulz\">Martin Schulz<\/a>&nbsp;an. Dabei stellte die SPD das zweitbeste Ergebnis nach der Union mit 27,3&nbsp;% und verbesserte sich damit um 6,5&nbsp;% im Vergleich zu 2009.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit Beginn des Wahljahres 2017 verzichtete Sigmar Gabriel auf die Kanzlerkandidatur und sprach sich f\u00fcr Martin Schulz als Spitzenkandidaten und SPD-Vorsitzenden aus.<sup><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sozialdemokratische_Partei_Deutschlands#cite_note-spiegel_2017-01-24-93\">[93]<\/a><\/sup>&nbsp;Nach der Nominierung von Schulz durch den SPD-Parteivorstand am 29. Januar 2017 legte die SPD in Umfragen bundesweit deutlich zu, teilweise um bis zu 8&nbsp;%.<sup><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sozialdemokratische_Partei_Deutschlands#cite_note-ARD_2017-02-02-94\">[94]<\/a><\/sup>&nbsp;Innerhalb weniger Tage verzeichnete die SPD zudem mehrere tausend Parteieintritte.<sup><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sozialdemokratische_Partei_Deutschlands#cite_note-spiegel_2017-01-31-95\">[95]<\/a><\/sup>&nbsp;Der als \u201eSchulz-Zug\u201c<sup><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sozialdemokratische_Partei_Deutschlands#cite_note-96\">[96]<\/a><\/sup>&nbsp;bekannte Popularit\u00e4tsschub hielt nur wenige Monate an, die&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Landtagswahl_im_Saarland_2017\">Landtagswahlen im Saarland<\/a>,&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Landtagswahl_in_Schleswig-Holstein_2017\">Schleswig-Holstein<\/a>&nbsp;und&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Landtagswahl_in_Nordrhein-Westfalen_2017\">Nordrhein-Westfalen<\/a>&nbsp;verlor die SPD.<sup><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sozialdemokratische_Partei_Deutschlands#cite_note-97\">[97]<\/a><\/sup><\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\" id=\"2018_bis_2021:_Vierte_Gro\u00dfe_Koalition\">2018 bis 2021: Vierte Gro\u00dfe Koalition<\/h4>\n\n\n\n<p>Bei der&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bundestagswahl_2017\">Bundestagswahl 2017<\/a>&nbsp;erzielte die SPD mit 20,5&nbsp;% ihr schlechtestes Ergebnis bei einer Bundestagswahl \u00fcberhaupt. Unmittelbar nach dem Ergebnis erkl\u00e4rte die SPD, f\u00fcr eine Neuauflage der Gro\u00dfen Koalition nicht zur Verf\u00fcgung zu stehen und in die Opposition zu gehen.<sup><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sozialdemokratische_Partei_Deutschlands#cite_note-98\">[98]<\/a><\/sup><\/p>\n\n\n\n<p>Aus der&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Landtagswahl_in_Niedersachsen_2017\">Landtagswahl in Niedersachsen<\/a>&nbsp;am 15. Oktober ging die SPD als st\u00e4rkste Kraft hervor und f\u00fchrt dort seither eine Koalition mit der CDU.<sup><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sozialdemokratische_Partei_Deutschlands#cite_note-99\">[99]<\/a><\/sup><\/p>\n\n\n\n<p>Nachdem die Verhandlungen f\u00fcr ein&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Schwarz-gelb-gr%C3%BCne_Koalition\">Schwarz-Gelb-Gr\u00fcnes-B\u00fcndnis<\/a>&nbsp;(\u201eJamaika-Koalition\u201c) aus CDU\/CSU, FDP und Gr\u00fcnen&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Jamaika-Sondierungsgespr%C3%A4che_2017\">am 19. November gescheitert waren<\/a>, erneuerte der SPD-Vorstand zun\u00e4chst seine Ablehnung, in eine neue Regierung einzutreten.<sup><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sozialdemokratische_Partei_Deutschlands#cite_note-100\">[100]<\/a><\/sup>&nbsp;Nach einem Treffen zwischen Schulz und Bundespr\u00e4sident Steinmeier erkl\u00e4rte der damalige Generalsekret\u00e4r Hubertus Heil, man werde \u201esich Gespr\u00e4chen nicht verschlie\u00dfen\u201c.<sup><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sozialdemokratische_Partei_Deutschlands#cite_note-101\">[101]<\/a><\/sup><\/p>\n\n\n\n<p>Am 30. November trafen sich die Parteispitzen von SPD, CDU und CSU zu einem Gespr\u00e4ch mit dem Bundespr\u00e4sidenten, in dem die M\u00f6glichkeit einer Regierungsbildung er\u00f6rtert wurde.<sup><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sozialdemokratische_Partei_Deutschlands#cite_note-102\">[102]<\/a><\/sup>\u00a0Nach f\u00fcnfeinhalb-t\u00e4gigen Sondierungsgespr\u00e4chen legten die Parteispitzen am 12. Januar 2018 ein 28-seitiges Papier vor.<sup><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sozialdemokratische_Partei_Deutschlands#cite_note-103\">[103]<\/a><\/sup>\u00a0Am 21. Januar stimmten auf einem Sonderparteitag der SPD in Bonn 56,4\u00a0% der Delegierten f\u00fcr die Aufnahme von Koalitionsverhandlungen mit CDU\/CSU.<sup><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sozialdemokratische_Partei_Deutschlands#cite_note-104\">[104]<\/a><\/sup>Am 7. Februar 2018 einigten sich die Spitzen von Union und SPD auf einen\u00a0<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Koalitionsvertrag_der_19._Wahlperiode_des_Bundestages\">Koalitionsvertrag<\/a>.<sup><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sozialdemokratische_Partei_Deutschlands#cite_note-105\">[105]<\/a><\/sup>\u00a0Nach dem R\u00fccktritt von\u00a0<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Martin_Schulz\">Martin Schulz<\/a>\u00a0als Parteichef \u00fcbernahm am 13. Februar\u00a0<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Olaf_Scholz\">Olaf Scholz<\/a>\u00a0als dienst\u00e4ltester Partei-Vize bis zur Wahl eines Nachfolgers durch einen Bundesparteitag kommissarisch das Amt des SPD-Parteivorsitzenden.<sup><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sozialdemokratische_Partei_Deutschlands#cite_note-106\">[106]<\/a><\/sup>\u00a0Bei dem Mitgliedervotum, dessen\u00a0<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Mitgliedervotum_der_SPD_zum_Koalitionsvertrag_2018\">Ergebnis am 4. M\u00e4rz 2018 verk\u00fcndet wurde<\/a>, entschieden sich 66\u00a0% der SPD-Mitglieder f\u00fcr eine Gro\u00dfe Koalition.<sup><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sozialdemokratische_Partei_Deutschlands#cite_note-107\">[107]<\/a><\/sup>\u00a0Am 9. M\u00e4rz stellte die SPD ihre Minister im\u00a0<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kabinett_Merkel_IV\">Kabinett Merkel IV<\/a>\u00a0vor, das am 14. M\u00e4rz vereidigt wurde.<sup><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sozialdemokratische_Partei_Deutschlands#cite_note-108\">[108]<\/a><\/sup>Am 22. April 2018 w\u00e4hlte ein erneuter SPD-Sonderparteitag\u00a0<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Andrea_Nahles\">Andrea Nahles<\/a>\u00a0zur neuen Vorsitzenden. In einer Kampfabstimmung gegen die Flensburger Oberb\u00fcrgermeisterin\u00a0<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Simone_Lange\">Simone Lange<\/a>\u00a0(27,5\u00a0%) erhielt Nahles rund 66\u00a0% der Delegiertenstimmen, das zweitschlechteste Ergebnis in der Geschichte einer SPD-Vorsitzendenwahl,<sup><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sozialdemokratische_Partei_Deutschlands#cite_note-109\">[109]<\/a><\/sup>\u00a0allerdings das beste bei einer Wahl mit mehreren Kandidaten.<sup><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sozialdemokratische_Partei_Deutschlands#cite_note-110\">[110]<\/a><\/sup>\u00a0Am 14. Oktober 2018 erzielte die SPD mit 9,7\u00a0% bei der\u00a0<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Landtagswahl_in_Bayern_2018\">Landtagswahl in Bayern<\/a>\u00a0ihr bis dahin schlechtestes Wahlergebnis bei einer Landtagswahl in Deutschland.<sup><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sozialdemokratische_Partei_Deutschlands#cite_note-111\">[111]<\/a><\/sup>\u00a0Auch bei der kurz darauf stattfindenden\u00a0<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Landtagswahl_in_Hessen_2018\">Landtagswahl in Hessen<\/a>\u00a0erlitt die SPD deutliche Verluste und wurde erstmals nur drittst\u00e4rkste Kraft in Hessen.<\/p>\n\n\n\n<p>Das anschlie\u00dfende Wahljahr 2019 war ebenfalls von schweren Niederlagen f\u00fcr die Partei gekennzeichnet. Bei der Europawahl erzielte sie mit noch 15,8 Prozent das schlechteste gesamtdeutsche Ergebnis seit 1887 und war erstmals in der Geschichte der Bundesrepublik nur noch drittst\u00e4rkste Kraft bei einer bundesweiten Wahl. Die folgenden Landtagswahlen endeten ebenfalls ausnahmslos mit Verlusten f\u00fcr die Partei, wobei sie in\u00a0<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/B%C3%BCrgerschaftswahl_in_Bremen_2019\">Bremen<\/a>\u00a0erstmals seit dem\u00a0<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Zweiter_Weltkrieg\">Zweiten Weltkrieg<\/a>\u00a0hinter der CDU lag und in\u00a0<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Landtagswahl_in_Sachsen_2019\">Sachsen<\/a>\u00a0und\u00a0<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Landtagswahl_in_Th%C3%BCringen_2019\">Th\u00fcringen<\/a>\u00a0nur noch einstellige Ergebnisse hatte. Mit 7,7 Prozent in Sachsen hat sie nicht nur ihr schlechtestes Landtagswahlergebnis eingefahren, sondern ist erstmals auch kleinste Fraktion in einem aus mehr als drei Fraktionen bestehenden Landesparlament.<sup><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sozialdemokratische_Partei_Deutschlands#cite_note-112\">[112]<\/a><\/sup>Nach dem am 3. Juni 2019 erfolgten R\u00fccktritt von Andrea Nahles als Partei- und Fraktionschefin wurde die neue Parteispitze in einer\u00a0<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Wahl_zum_SPD-Vorsitz_2019\">Mitgliederbefragung<\/a>\u00a0ermittelt. Bei der Stichwahl im November 2019 setzten sich\u00a0<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Saskia_Esken\">Saskia Esken<\/a>\u00a0und\u00a0<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Norbert_Walter-Borjans\">Norbert Walter-Borjans<\/a>\u00a0mit 53,1 zu 45,3 Prozent der Stimmen gegen\u00a0<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Klara_Geywitz\">Klara Geywitz<\/a>\u00a0und\u00a0<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Olaf_Scholz\">Olaf Scholz<\/a>\u00a0durch.<sup><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sozialdemokratische_Partei_Deutschlands#cite_note-113\">[113]<\/a><\/sup>\u00a0Die formale Wahl erfolgte auf dem Bundesparteitag am 6. Dezember 2019. Esken wurde mit 75,9 Prozent der Delegiertenstimmen gew\u00e4hlt und Walter-Borjans mit 89,2 Prozent der Delegiertenstimmen.<sup><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sozialdemokratische_Partei_Deutschlands#cite_note-114\">[114]<\/a><\/sup>\u00a0Die Wahl von Esken und Walter-Borjans wird zuweilen als \u201eLinksruck\u201c charakterisiert.<sup><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sozialdemokratische_Partei_Deutschlands#cite_note-115\">[115]<\/a><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sozialdemokratische_Partei_Deutschlands#cite_note-116\">[116]<\/a><\/sup>\u00a0Gleichzeitig beschloss der Parteitag ein neues Sozialstaatskonzept, \u201eum Hartz IV hinter uns zu lassen\u201c und \u201eden Sozialstaat im 21. Jahrhundert fortzuentwickeln\u201c.<sup><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sozialdemokratische_Partei_Deutschlands#cite_note-117\">[117]<\/a><\/sup>\u00a0Damit will die Partei ihr \u201eHartz-IV-Trauma\u201c hinter sich lassen und wieder als linke Partei wahrgenommen werden.<sup><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sozialdemokratische_Partei_Deutschlands#cite_note-118\">[118]<\/a><\/sup><\/p>\n\n\n\n<p>Am 10. August 2020 nominierte der Parteivorstand Olaf Scholz auf Vorschlag der Parteivorsitzenden Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans als&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kanzlerkandidat\">Kanzlerkandidaten<\/a>&nbsp;f\u00fcr die&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bundestagswahl_2021\">Bundestagswahl 2021<\/a>. Er war zu dem Zeitpunkt der in Umfragen beliebteste SPD-Politiker, aber beim linken Parteifl\u00fcgel umstritten.<sup><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sozialdemokratische_Partei_Deutschlands#cite_note-119\">[119]<\/a><\/sup><\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\" id=\"Seit_2021:_Ampelkoalition_unter_Olaf_Scholz\">Seit 2021: Ampelkoalition unter Olaf Scholz<\/h4>\n\n\n\n<p>Bei der&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bundestagswahl_2021\">Bundestagswahl 2021<\/a>&nbsp;gewann die SPD 5,2 Prozentpunkte hinzu und wurde mit 25,7 Prozent erstmals seit 2002 st\u00e4rkste Kraft bei einer Bundestagswahl. Sie verhandelte nach der Wahl mit&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/B%C3%BCndnis_90\/Die_Gr%C3%BCnen\">B\u00fcndnis 90\/Die Gr\u00fcnen<\/a>&nbsp;und der&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Freie_Demokratische_Partei\">FDP<\/a>&nbsp;\u00fcber die Bildung einer&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ampelkoalition\">Ampelkoalition<\/a>. Am 26. Oktober 2021 wurde mit&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/B%C3%A4rbel_Bas\">B\u00e4rbel Bas<\/a>&nbsp;zudem zum jeweils dritten Mal ein Sozialdemokrat und eine Frau zur&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Pr%C3%A4sident_des_Deutschen_Bundestages\">Bundestagspr\u00e4sidentin<\/a>&nbsp;gew\u00e4hlt.<sup><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sozialdemokratische_Partei_Deutschlands#cite_note-120\">[120]<\/a><\/sup>&nbsp;Die neue Regierung wurde am 8. Dezember 2021 vereidigt und&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Olaf_Scholz\">Olaf Scholz<\/a>&nbsp;vom&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/20._Deutscher_Bundestag\">20. Deutschen Bundestag<\/a>&nbsp;zum neunten&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bundeskanzler_(Deutschland)\">Bundeskanzler<\/a>&nbsp;gew\u00e4hlt, er steht dem&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kabinett_Scholz\">Kabinett Scholz<\/a>&nbsp;vor.<\/p>\n\n\n\n<p>Beim Bundesparteitag am 11. Dezember 2021 wurde Esken als Parteivorsitzende wiedergew\u00e4hlt. Ebenfalls zum Vorsitzenden gew\u00e4hlt wurde der bisherige Generalsekret\u00e4r&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Lars_Klingbeil\">Lars Klingbeil<\/a>, nachdem Walter-Borjans auf eine erneute Kandidatur zum Parteivorsitz verzichtet hatte.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit dem&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Russischer_%C3%9Cberfall_auf_die_Ukraine_2022\">Russischen \u00dcberfall auf die Ukraine 2022<\/a>&nbsp;vollzog die SPD-gef\u00fchrte Bundesregierung eine erhebliche \u00c4nderung in ihrer Au\u00dfen- und Sicherheitspolitik, die Bundeskanzler Scholz am 27. Februar 2022 in einer Sondersitzung des Deutschen Bundestag vorstellte.<sup><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sozialdemokratische_Partei_Deutschlands#cite_note-121\">[121]<\/a><\/sup><sup><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sozialdemokratische_Partei_Deutschlands#cite_note-122\">[122]<\/a><\/sup>&nbsp;Scholz sprach bei einer&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Zeitenwende-Rede\">Rede von einer Zeitenwende<\/a>.<sup><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sozialdemokratische_Partei_Deutschlands#cite_note-123\">[123]<\/a><\/sup>&nbsp;Der SPD-Vorsitzende Klingbeil sagte: \u201eDie Zeitenwende ist da und sie muss ausbuchstabiert werden.\u201c<sup><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sozialdemokratische_Partei_Deutschlands#cite_note-124\">[124]<\/a><\/sup>&nbsp;Die Wahrnehmung der&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/100-Tage-Bilanz\">100-Tage-Bilanz<\/a>&nbsp;der SPD-gef\u00fchrten Bundesregierung am 16. M\u00e4rz 2022 wurde von den Ereignissen gepr\u00e4gt.<sup><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sozialdemokratische_Partei_Deutschlands#cite_note-125\">[125]<\/a><\/sup><sup><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sozialdemokratische_Partei_Deutschlands#cite_note-126\">[126]<\/a><\/sup><sup><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sozialdemokratische_Partei_Deutschlands#cite_note-127\">[127]<\/a><\/sup>&nbsp;Bei der&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Europawahl_in_Deutschland_2024\">Europawahl 2024<\/a>&nbsp;erreichte die Partei mit 13,9 Prozent (vorl\u00e4ufiges amtliches Ergebnis) erneut ihr schlechtestes Ergebnis bei einer gesamtdeutschen Wahl.<sup><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sozialdemokratische_Partei_Deutschlands#cite_note-128\">[128]<\/a><\/sup><sup><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sozialdemokratische_Partei_Deutschlands#cite_note-129\">[129]<\/a><\/sup>&nbsp;Ende Juli 2024 beanstandeten Vertreter des linken Fl\u00fcgels um&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Rolf_M%C3%BCtzenich\">Rolf M\u00fctzenich<\/a>&nbsp;die bei dem&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/NATO-Gipfel_2024_in_Washington\">NATO-Gipfel 2024 in Washington<\/a>&nbsp;von der Bundesregierung mit den USA getroffenen \u00dcbereinkunft zur Neustationierung konventioneller US-amerikanischen Mittelstreckenraketen und Marschflugk\u00f6rper in Deutschland ab 2026.<sup><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sozialdemokratische_Partei_Deutschlands#cite_note-130\">[130]<\/a><\/sup><sup><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sozialdemokratische_Partei_Deutschlands#cite_note-131\">[131]<\/a><\/sup><sup><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sozialdemokratische_Partei_Deutschlands#cite_note-132\">[132]<\/a><\/sup><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es ist 07:15 Uhr. Ich habe heute meinen Workout ohne Gewichte gemacht und festgestellt, dass ich mein Knie nicht ganz so biegen kann, wie das linke. Andererseits tut es nicht weh und ich kann alle meine \u00dcbungen wie bisher machen. 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